Seelsorger: Telefonnummer, Ausbildung und Tätigkeitsfelder

Was macht ein Seelsorger?

Seelsorger arbeiten unter anderem in Einrichtungen der Kirchen, Krankenhäusern, Gefängnissen, der Bundeswehr und an Unglücksorten, um Angehörigen von Opfern beizustehen. Die meisten verbinden Seelsorger mit der Kirche, da die Seelsorge christlichem Handeln zugeordnet wird und die Kirchen das größte Seelsorge-Angebot bieten.
Seelsorger unterstützen in Krisensituationen, indem sie sich Zeit nehmen, zuhören und Verständnis zeigen.
Kirchliche Seelsorger sehen den Seelsorge-Auftrag als Forderung Jesus, den kranken und schwachen Menschen beizustehen, um ihren Krankheits-, Unfall- oder Trauerverlauf möglichst gut durchstehen zu können, egal welche Konfession die betroffenen Menschen besitzen. Seelsorger agieren bei Opfern und Angehörigen immer mit Verschwiegenheit.

Wie wird man Seelsorger?

Es gibt verschiedene Ausbildungsprogramme. Eine Seelsorger-Ausbildung wird unter anderem von der Stiftung Therapeutische Seelsorge angeboten. Ausbildungsgänge beginnen mit Begleitende Seelsorge und Therapeutische Seelsorge. Die isbb bietet für Seelsorge einen Grundkurs, Aufbaukurs und Sonderkurse an. Die Kirchen bieten ebenfalls verschiedene Ausbildungen zum Seelsorger an. Die Ausbildungen unterscheiden sich vom Umfang und Inhalt, da Seelsorger kein fest eingetraner Titel ist, für den man eine bestimmte Ausbildung machen muss. Generell werden aber in Einrichtungen und an Krisenplätzen nur ausgebildete Seelsorger eingesetzt.

Kann man Seelsorger anrufen?

Viele Seelsorger bieten Ihre Hilfe auch telefonisch an. Die Telefonseelsorge hat sich darauf konzentriert, rund um die Uhr kostenfrei Menschen unter zentralen Telefonnummern zu helfen. Auch unser kostenpflichtiges Angebot, das Sorgentelefon, verbindet Anrufer mit ausgebildeten und erfahrenen Seelsorgern, die darüber hinaus auch oftmals Erfahrung als psychologische Berater mit einfließen lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Seelsorgern und Psychotherapeuten?

Psychotherapeut ist eine Berufsbezeichnung, die gesetzlich geschützt ist. In Deutschland darf sie nur von einem entsprechenden Arzt oder psychologischen Psychotherapeuten geführt werden. Seelsorge dagegen haben meist nicht denselben Berufsweg wie Psychotherapeuten hinter sich. Während eine Psychotherapie ergebnisorientiert verläuft, geht es bei der Seelsorge um das Beistehen, Mittragen und Einfühlen. Ein Seelsorger zeigt eher Mitempfinden und kirchliche Seelsorger setzen bei ebenfalls Gläubigen auf die Beziehung zu Gott.