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Wegen meinen Eltern bin ich kaputter, denn je und weiß nicht mehr weiter

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 22.03.16

Ursprungsanfrage
Hallo,

ich weiß nicht, was mit mir los ist, ich bin eigentlich sehr zuverlässig und in letzter Zeit übervorsichtig. Na ja, oder auch nicht, ich weiß es nicht genau...

Ich leide mittlerweile unter Depressionen, verletze mich selbst und denke oft darüber nach, mir etwas anzutun. Ich sollte in eine Tagesklinik... Doch durch meine ganzen Krankenhausaufenthalte will ich sie ablehnen. Ich weiß nicht, ob es das richtige für mich ist. Ich habe ein großes Problem mit mir selbst. Vor allem mit meinem Körper, ich hasse ihn so sehr, mehr als alles andere.

Das Leben, das ich führe, kann so nicht weiter gehen... Ich wohne bei meiner Tante und meinem Onkel. Ich liebe meine Tante über alles, aber Sie trinkt sehr oft Alkohol. Ich werde oft von ihr geschickt, um ihr diesen zu besorgen. Sie sagt immer noch andere Lebensmittel dazu, damit es mir nicht aufällt, dass ich nur für den Alkohol einkaufen gehe. Dabei ist es mir längst aufgefallen. Sie verhällt sich, wenn sie keinen Alkohol bekommt, sehr komisch, sie bekommt schlechte Laune und lässt es an mir aus. Bei meinen Eltern will ich nicht mehr leben! Wegen denen bin ich da, wo ich gerade bin: Am Boden. Ich bin kaputter, als zuvor und weiß nicht mehr, was ich noch machen soll. Ich würde am liebsten einfach nur noch sterben.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet.

LG
Anne Sievers
Hallo,
Sie haben es nicht leicht in einer Familie, die sich selber nicht im Griff hat (zumindest die Tante nicht). Eigentlich brauchen Sie eine Stütze, um mit Ihrem eigenen Leben fertig zu werden. Sicher sind Sie nicht ohne ernsthaften Grund bei Ihren Eltern ausgezogen.
Sie sollten als Erstes überlegen, was Sie selber tun können, um aus diesem Umfeld herauszukommen. Gehen Sie noch zur Schule oder arbeiten Sie?
Falls Sie noch zur Schule gehen, können Sie sich vom Jugendamt Hilfe holen. Vielleicht käme ein Umzug in eine Wohngemeinschaft für Sie in Frage. Dort wären Sie nicht allein und hätten auch eine/n Ansprechpartner/in.
Falls Sie arbeiten und das Geld für eine eigene Wohnung nicht reicht, könnten Sie sich beim Sozialamt erkundigen, ob die Ihnen weiterhelfen.
Auf alle Fälle suchen Sie sich jemanden, dem Sie vertrauen können, evtl. auch den Hausarzt, der Sie entsprechend weiterschickt.
Geben Sie bitte nicht auf, sondern machen Sie sich klar, was noch alles Schönes in Ihrem Leben passieren kann. Kämpfen Sie dafür!

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Hallo.

In der tat ist es nicht einfach, es macht mich noch mehr kaput. Ohne grund bin ich nicht von zuhause weg gegangen, meine Eltern wollen nicht war haben wieso ich gegangen bin. Sie sagen sie seien immer da gewesen, was ganz und gar nicht so war. Meine geschwister waren immer im Vordergrund.

Ich bin letzen Monat von der schule abgegangen, ich werde ab dem nächsten monat die Berufsschule machen (Boj.) Ich habe mit vielen SozialarbeiternInnen zusammen gearbeitet auch direkt mit dem Jugendamt. Diese waren früher wohl schon in unserer familie, wegen mir. Sie haben es mir erzählt wieso und weshalb.. und Sie haben geglaubt was meine Eltern gesagt haben und hakten nicht mehr weiter nacht, für sie war der fall abgeschlossen. Erst als ich vor der türe beim Jugendamt stand sagten die, "Sie kennen wir doch" wegen meinem Nachnamen. Dann haben die sich dafür entschuldigt, das sie früher nichts gemacht haben. Jetzt wollen sie mir helfen, aber ich kann weder über mich reden noch über dass, was alles passiert ist. Ich nehme meine Tante beim Jugendamt immer in Schutz, ich lüge sogar für sie, damit ihr Alkoholkonsum nicht auffällt.

Ich weiß nicht wieso ich mich nicht öffnen kann, alle versuchen mein vertrauen zu bekommen, aber dadurch dass ich immer alleine klarkommen muss/musste, ist es nicht so leicht dass alles zu zulassen.

Ich habe beim Jugendamt alles über meine Eltern gesagt, Vater Choleriker, Schwester Agressiev und sehr verletzen in betracht auf andere menschen, Die andere schwester wohnt schon gar nicht mehr zuhause. Meine Mutter hällt sich immer schön aus allem heraus. Kann ich verstehen ist ja mit arbeit verbunden sich um das eigene kind zu sorgen oder es zu unterstützen.

Ich wurde oft von meiner schwester verprügelt, vorallem in der schule, da war es immer am schlimmsten. Immer war ich es schuld, mama und papa haben immer gesagt "Dann hast du es auch verdient." Wieso soll ich das Verdient haben? weil ich die jüngste bin, die ein wehsentlich besseres leben führen könnte wenn sie nicht so eine Familie hätte?

Ohne die hätte ich die schule gepackt ohe Probleme, ich habe auf meinem Abschlusszeignis nur 2,3,4,5. Kein so schönes Zeugnis. Ich kann mich nicht mehr Konzentrieren, ich kann keine 10 minuten mehr sitzen ohne zu zappeln und ohne Nervös dabei zu werden weil ich still sitzen soll. Ich habe Angst vor Feuer, wegen meiner Familie, Ich kann nachts nichts mehr schlafen, ich wache auf und bekomme keine Luft mehr, und dann wache ich im Krankenhaus auf, weil mich dieses Asthma auch noch Plagt. Ich habe echt alles mitgenommen was man nur mitnehmen kann, ich bin gerade mal 18. und muss schon mehr als 10 Tabletten am Tag nehmen, die nicht gerade ohne sind.

Ich weiß in keiner richtung mehr, wem ich mich anvertrauen soll. Ich habe mich einer Sozialarbeiterin anvertrauet, die mit Nachnamen genauso heißt wie sie. ;) Sie hat viel zu tun wie ihr hier alle, ich kann es verstehen wenn sie mal nicht antwortet. Doch irgendwo ist es dann doch wieder ein komisches gefühl. Weil man sich erhofft antwort zu bekommen. Ich hoffe nicht mehr darauf, weil ich weiß das sie keine Zeit hat. Somit schreibe ich ihr dann auch nicht mehr. Wenn sie mir schreiben würde, würde ich nicht mehr antworten. Wieso weiß ich selbst nicht.

Ich kann nicht mal mit meiner Besten Freundin reden, weil sie es nicht verstehen würde. Sie verstand es nicht mal wrklich als ich ihr von meinem svv problem und meiner Depressionen erzählt habe.

Mitlerweile denke ich mir, rede mit dir selbst, du hörst dir wenigstens zu.


Danke im vorraus für ihre Antwort Frau Sievers.

Liebe grüße,
Elena!
Anne Sievers
Liebe Elena,
danke dass Sie mir Ihre Situation geschildert haben. Leider sind Sie in Ihrem Leben wohl vorwiegend auf Menschen gestoßen, die nicht sehr einfühlsam und auch gemein sind. Solche Erlebnisse sitzen tief und ich kann Ihr Misstrauen in Andere gut verstehen. Sogar das Jugendamt hat Ihnen nicht geglaubt, da kann eine Entschuldigung auch nicht viel wieder gutmachen.
Bei so vielen Problemen im Kopf ist es auch schwierig, sich zu konzentrieren. Gibt es denn nicht doch eine Möglichkeit, aus diesem Umfeld herauszukommen? Ich finde, das wäre zuersteinmal der wichtigste Schritt, damit Sie zur Ruhe kommen.
Wie wäre es, wenn Sie Ihr Leben und Ihre Gedanken alle aufschreiben, sich dann nochmal ans Jugendamt wenden mit der Bitte um konkrete Hilfe.Unbedingt sollten dann auch Ihre Ängste und Ihr missbrauchtes Vertrauen darin vorkommen.
Es ist sicher nicht leicht für Sie, sich anderen Menschen anzuvertrauen, aber es ist auch eine Chance.
Trotzdem können Sie ja "das Steuer" selber in der Hand halten. Ihre Selbständigkeit an sich ist ja was Gutes, nur nicht die Art, wie Sie dazu gekommen sind.
Gerne können Sie mir wieder schreiben.
Herzliche Grüße von
Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Frau Sievers.

In der Tat es macht mir alles so schwer, mit anderen Mensch zu sprechen, es ist die Vergangenheit und die Zukunft die mich deshalb Plagen. Ich bin in den Letzten Jahren nur an solche Menschen gelangt, es ist wie das Karma das mich für andere Menschen Trift und erschlägt.

Leider gibt es keine Andere Möglichekeit Hier heraus zu kommen, da ich nicht wüsste wohin. Zur ruhe komme ich nicht einmal wenn ich im Krankenhaus verweilen muss, weil mich selbst dann alles verfolgt.

Mein kopf steht nie Still, die ganzen stimmen, die einem Sagen: Aufgeben sei die beste lösung. Die stimmen die laut schreien holt mich hier raus, helft mir, ich kann das nicht mehr. Mein körper lässt aufmerksam auf sich machen, in dem er anfängt zu zittern. Oder das er sich bewegen muss.
Ich kann mich auch nicht mehr auf Gespräche die stattfinden konzentrieren, weil ich immer mit meinen gedanken beschäftigt bin.

Ich hatte überlegt so ein Schreiben fertig zu stellen. Aber irgendwie weiß ich nicht ob ich es dann auch abgeben will. Vielleicht reagieren sie ja alle dann ganz anders. Entweder mit totaler Desinteresse oder aber sie sorgen sich so, das sie mich fasst schon bemitleiden wollen.

Ich weiß nicht, heute war ein sehr komisch und Anstrengender tag, anstrengender als die zuvor. Ich hatte ganz Üble kopfschmerzen die immer noch nicht weg sind, ich war heute ganz lange Spazieren. An vielen orten und wege vorbei wo ich eigentlich stehen bleiben wollte um eine Pause einzulegen. Aber dann auch wieder nicht, ich bin stunden lang über die straßen herum geirrt. Bis ich an ein kleines Waldstück kam. Eigentlich gehe ich nie in Wälder hinein, aber diesmal wollte ich es. Ich wollte einfach mal in der natur spazieren gehen. Bis ich merkte das sie Kopfschmerzen immer schlimmer wurden. Ich setze mich kurz auf eine Baldbank. Ich dachte kurz nach, ich dachte daran, wenn mir jetzt etwas Passieren würde, dann würde mich niemand finden, das wäre doch gut. Ich hatte alles dabei, alles um dem ein ende setzen zu können.... Dennoch habe ich es nicht gemacht, ich war nur nicht Stark genug um dem Ritzen fern zu bleiben... Immer wenn ich mir meine narben und schnitte ansehe, kommt ein wenig räuhe auf. Aber dann denke ich mir, ich konnte mich spüren es nahm ein wenig meiner gedanken, es wird wieder besser.. Aber eigentlich weiß ich, dass das alles nicht gut ist, dass ich mir Narben mache, die nie mehr weg gehen werden.


es ist richtig, vor allem ist es für mich sehr schwer, mich menschen anzuvertrauen. Ich weiß das es auch Chance sein kann. Aber es könnte auch ein reinfall sein. Ich habe in der letzten zeit nie Glück mit so etwas gehabt. Ich denke einfach immer und immer zu darüber nach, *Gibt es eigentlich jemand der mich fängt wenn ich falle?* dann erwache ich aus diesem traum, denn ich weiß, das es so nie werden wird.

Dadurch das andere mit mir abgeschlossen haben, obwohl sie nie da waren, denke ich oft das ich mit mir selbst auch schon abgeschlossen habe.

Das Steuer hätte ich in der hand, aber nur für kurze zeit. Denn dan würde man es mir entreißen. Manchmal bin ich Stolz darauf so selbstständig sein zu dürfen, aber ich bin nicht stolzdarauf, das ich es selbst erlernen musste. Geschweigedenn alles eine ausbaden musste, ich musste in das heiße feuer fassen, damit wieder wasser in sicht war. Weil niemand da war/Ist an den ich mich wenden konnte oder wenden kann. Oder der mir was erklärt, der mir zeigt wie alles funktioniert. Ich war meine eigene Helfende hand.

Ich hätte mich gefreut wenn früher jemand gesagt hätte wir helfen dir jetzt und holen dich hier raus. Aber leider war es nur eine Ilussion.


Liebe Grüße,
Elena.
Anne Sievers
Hallo Elena,
Ihr Brief hat mich sehr berührt. Er zeigt Ihre ganze Traurigkeit und Ihr Misstrauen in andere. Aber auch Ihr Misstrauen zu sich selber, nämlich wieder aus diesem Sumpf herauszukommen.
Ich weiß, Ihnen fehlt die Kraft und der Glaube dazu. Aber irgendwo sollten Sie ansetzen, um auf die Sonnenseite des Lebens zu gelangen.Glauben Sie mir, es wird besser werden, wenn Sie Schritt für Schritt Ihr Leben in die Hand nehmen.
Ich denke, die ganzen Medikamente, die Sie nehmen, machen Sie auch körperlich schon so fertig, dass Sie völlig Schachmatt gesetzt sind. Vielleicht würde eine Heilpraktikerin Ihnen bessere Mittel verschreiben? Vielleicht wäre das ein erster Schritt?
Eine andere Frage: warum hassen Sie Ihren Körper so?
Vertrauen Sie den Menschen, die Ihnen helfen wollen.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Frau Sievers,

in der Tat, ich bin sehr traurig. Und es ist sehr guttuend, endlich wieder richtig reden zu können. Bisher habe ich es ja immer gemieden, ich kann nur den Menschen in meinem Umfeld kein Vertrauen schenken, sie bemühen sich alle echt sehr, aber ich mache es alles unheimlich schwer. Es ist einfach nicht so einfach, wie sie es sich vorstellen. Es sind die Menschen, die mich am meisten verletzt und entäuscht haben. Ich kann nicht einfach so sagen, dass alles wieder gut ist, ich habe mich irgendwie total verschlüsselt, wie eine verschlüsselte Nachricht, an die man nicht so leicht oder gar nicht heran kommt. Ich würde es verstehen, wenn meine Freunde sagen würden, dass sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. Denn ich vertröste sie immer, ich sage, ich habe keine Zeit für sie. Ich würde am liebsten nur noch in meinem Zimmer sitzen, mich verschanzen und mich nicht mehr blicken lassen. Aber dazu bin ich leider nicht in der Lage, ich kann ja nicht mal, während ich hier schreibe, still sitzen bleiben. Ich war heute schon sehr lange unterwegs, weil ich es nicht aushalte, mit meiner Familie 24h unter einem Dach zu sein. Sie lassen so viel Hass in mir hoch kommen. Ich habe mich dazu durchringen können, ein Buch zu lesen, was mich sehr mitgenommen hat, es war sehr, sehr traurig. Es war von Dave Pelzer - Sie nannten mich Es. Ich wusste nicht, dass mich ein Buch, wie dieses so berührt, dass mir fasst die Tränen kamen. Ich habe eine Menge Bücher, aber das ist das wohl unbeschreiblich tollste Buch, dass ich je gelesen habe. Doch leider holte es mich auf meine Ebene wieder zurück, denn ich hatte es in weniger als 1h durchgelesen. Ich war sehr vertieft darin. Und erst, als ich es zu Ende gelesen hatte, merkte ich, dass ich schon ganz lange nicht mehr stundenlang geweint habe... Dieses Buch, zeigte mir, wie schlecht es mir eigentlich geht. Aber die Welt ist nicht wie ein Buch, so schön es auch wäre, aber das Vertrauen, dass der Junge in dem Buch zu den Menschen hat, was ihm wiederfährt, zu erzählen, werde ich nicht können. Ich habe es zwar sehr schwer, aber der Junge in dem Buch hatte es bestimmt schwerer.

Ich wünschte echt, ich könnte so offen mit den Menschen, die mir helfen wollen, sein, aber ich kann es einfach nicht. Eigentlich wollte ich heute bei der Frau vom Jugendamt anrufen, aber ich konnte mich nicht dazu ringen. Ich muss ihr irgendwann sagen, dass ich die Klinik auf Eis gelegt habe, weil ich ständig Zeit in Krankenhäusern verbringe. Sie wird bestimmt sauer sein, aber so wirklich vertraue ich ihr auch nicht. Ich weiß nicht, sie ist immer sehr komisch, vielleicht erfasse ich es auch nur so.

Ich würde den Menschen, die mir helfen wollen, nur zu gerne helfen. Aber sie machen es mir alle so schwer, ihnen zu vertrauen.

Wieso ich meinen Körper hasse? Dass kann ich Ihnen erklären:

Ich bin nicht dünn und nicht normal gebaut. Sondern eher sehr kräftig gebaut, mit Zahlen will ich nichts zu tun haben. Diese verletzen mich nur noch mehr. Ich kann nicht mehr in den Spiegel schauen, weil ich mich nicht schön finde, so wie ich bin. Ich war in einer Reha, die mir zwar (-50kg) geschenkt hat, die mich aber sehr krank machte. Ich war sehr lange dort (7,5 Monate), Ich habe nicht mehr gegessen und wenn, erbrach ich es. Ich habe das Essen meistens weggeworfen oder es weiter gegeben. Ich wollte mit Essen nichts mehr zu tun haben. Dann bin ich wieder nach Hause gekommen, alles funktionierte super, es hielt alles an. Bis ich an einem Tag mit einer Freundin zu den Kölner Lichtern gefahren bin. Ich landete noch vor Beginn im Krankenhaus, ich hatte etwas getrunken, aber nichts gegessen. Ich habe dazu noch schwerwiegendes Asthma. Ich rauche, nicht gerade gut, um gesund zu bleiben, was ich nicht bin. Seitdem war ich immer und immer wieder im Krankenhaus, ein halbes Jahr lang. Ich wollte meinen Abschluss nachholen, den ich leider deshalb nicht schaffte. Mein Körper macht mich zu einem sehr hässlichen Mensch, der ich eigentlich nicht sein will. Seither, habe ich nächtliche Asthmaanfälle. Es ist so, dass ich einfach alles an mir hasse, jedes Detail. Das kann auch damit zusammen hängen, dass meine Schwester und mein Vater mich früher immer sehr runter machten, was mich heute noch sehr mitnimmt und was ich nicht vergessen oder verzeihen kann.

Was ich zu den Medikamenten sagen kann, ist, dass sie seither immer höher dosiert wurden, weil keiner weiß, welche Dosis am besten für mich ist, was mir hilft, nachts wieder schlafen zu können. Schlafmittel nehme ich keine, brauche ich auch eigentlich nicht, diese Medikamente machen mich immer sehr fertig, so dass ich keine Hilfsmittel zum Schlafen brauche. Ich schlafe nachts weniger als drei Stunden und wenn ich dann noch einen ausgefüllt langen Tag habe, kann das sehr anstrengend werden. Manchmal falle ich in einen Sekundenschlaf, und weiß nicht, was passiert ist.

Ich habe schon so einiges mit machen müssen, ich weiß nicht mehr, wie lange ich das noch aushalten soll, ich fühle mich mir selbst im Weg, weil ich mich selbst nicht ansehen kann, weil ich dann denke, so etwas schreckliches. Ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Liebe Grüße,
Elena
Anne Sievers
Liebe Elena,
ich stelle es mir nicht einfach vor, aus dieser Isolation herauszukommen, es kann lange dauern. Aber ich sehe einen sehr unglücklichen Menschen vor mir, nämlich Sie. Und ich möchte Ihnen Mut machen. Fühlen Sie sich bitte nicht gedrängt von mir, ich will Ihnen nur Wege aufzeigen, aus Ihrer Situation herauszukommen.
Wie schön, dass Sie lesen. Ich weiß, wie tröstlich das sein kann, denn ich lese auch gerne. Das Buch kenne ich leider nicht, scheint sehr interessant zu sein.
Ich glaube, wie Sie sich bzw. Ihren Körper sehen, ist es ein wichtiger Teil Ihrer Probleme. Aber das wissen Sie natürlich selber. Ihr Asthma hängt mit Ihren Problemen zusammen, wie Sie schreiben. So schrecklich es ist, es ist auch eine Chance, da wieder rauszukommen.
Interessant finde ich, dass es eine Zeit gab, wo das mit dem Essen funktioniert hat, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Was war da anders als jetzt?
Geben Sie nicht auf!

Liebe Grüße von Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Frau Sievers,

es ist auch sehr schwierig für mich dort durch zu kommen.
Ich bin in keinster weise glücklich, ich dachte ich kann es irgendwann mal werden.

Dieses Buch, lässt mich immer zu weinen, ich brauche es nur ansehen und schon laufen mir die Tränen hinunter.

Mein Körper ist in der Tat ein Großteil meiner Probleme, ich sehe ihn nur noch als Gefahr und als Gefängnis, aus dem ich nicht heraus komme.

Anfangs klaptte es mit dem Essen, aber ich aß nichts mehr, es war also nicht der richtige Weg. Irgendwann kam dann der Zeitpunkt, an dem ich wusste, dass alles vorbei sein wird, meine ganze Arbeit mit dem abnehmen war umsonst. Ich steckte zwar in diesem Abnehmwarn fest und kam erst nicht wieder hinaus, aber dann kam ich ins Krankenhaus, es hielt alles so weiter an, das ich trotzdem nichts aß. Sie bemerkten es irgendwann, und sprachen mich darauf an, ich musste mir etwas einfallen lassen. Also beschloss ich, es immer in Papiertücher zu verpacken und wegzuwerfen, so würden sie keinen Verdacht schöpfen. Dachte ich, als sie mir meine Blutwerte sagten, waren sie alles andere als begeistert, weil ich sie an der Nase herumgeführt habe.

Nach einer Zeit im Krankenhaus bekam ich dann diese Asthmaanfälle, jede Nacht, ich dachte, ich würde sterben, immer war ich so blau, wie ein Schlumpf, sagten mir die Ärzte dort, das läge an meiner Sauerstoffversorgung. Die Anfälle kamen durch den Stress und dass nichts essen, doch ich bekomme diese Anfälle immer noch jede Nacht. Ich bekomme mehrere mg Kortison, ich bin nicht der beste freund mit diesem Medikament, aber es sorgt dafür, dass sich meine Lunge erweitert, und dort Luft durchkommen kann. Dieses Kortison, lässt aufquellen, dass macht mich immer fertig, wenn die Ärzte sagen, dass ich jetzt so und so viele mg Kortison nehmen muss. Ich frage immer, ob es nicht auch andere Lösungen gebe, aber die gibt es leider nicht, sagten sie immer.

Was heute Anders ist?

Also, früher Aß Ich nichts mehr, wenn erbrach ich.

Heute esse ich, sehr wenig, und erbreche trotzdem noch. Alles nicht so toll.

Liebe grüße,
Elena.
Anne Sievers
Hallo Elena,
ich finde, Ihre Probleme bzw. Ihr Befinden sind so massiv, ohne Hilfe geht es nicht. Ich habe keine Idee, was ich hier jetzt noch tun könnte für Sie. Meine Fragen gehen mir aus, weil ich schon alles gesagt habe, was zu sagen ist.
Ich fände es sehr schade, wenn Sie nichts unternehmen. Sie haben kein Vertrauen in andere, aber was ist den die Alternative?
Liebe Grüße von Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Frau Sievers.

Wenn ich mich selbst Beraten müsste, würde mir auch nichts mehr einfallen.
weil ich weiß was für ein Komplizierter Mensch ich bin!

Ich weiß das ich es alleine nicht schaffen werde, ich weiß auch dass ich ein sehr sehr Koplizierter Mensch bin, es fällt mir alles sehr schwer. Ich weiß nicht, was ich noch machen könnte, ich habe viele ängste, aber ich weiß nicht mehr wie ich sie noch angehen soll. Dadurch dass ich kaum bzw. Kein vertrauen in andere Menschen habe, erscheint es mir sehr schwer. Ich weiß, dass sich unbedingt etwas ändern muss!! Ich habe schon so viel ausprobiert, ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll, ich bin mit meinem Latein am ende, ich komme selbst noch kaum an mich selbst heran, wie ich mich öffnen soll weiß ich auch nicht. Immer wenn ich versuchen will mich zu öffnen, mache ich einen rückzieher. :( es gibt glaube ich keine wörter mehr die mich außer "Schrecklich" beschreiben könnten.

Ich versuche immer mein bestes, vorallem versuche ich immer nie aufzugeben, doch leider, habe ich angst es nicht schaffen zu können.

Gestern hatt ich einen sehr schweren Tag, ich war sehr getroffen, ich wusste nicht wohin mit mir und meinen Problemen, außer mich in mir zu verkriechen und nicht mehr heraus zu kommen, mir weh zu tuen.. Ich.. Konnte mit niemandem mehr reden, dabei, hätte ich es so gerne getan. Ich würde auch gerne so offen wie andere sein, aber es ist sehr schwer für mich.

Liebe Grüße,
Elena.
Anne Sievers
Hallo Elena,
ich kann heute aus Zeitgründen nicht viel schreiben, möchte aber doch kurz antworten.
Warum hatten Sie gestern einen schweren Tag? Hatte es mit meiner Antwort zu tun?
Wie wäre es, wenn sie mir mal einen typischen Tag von sich schildern? Wie bei einem Tagebuch?
Liebe Grüße von Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Frau Sievers.

Ersteinmal wollte ich ihnen sagen, das es nicht an ihrer Antwort gelegen hat. :) Ach tut es mir leid, das ich erst jetzt antworte, wieso das so ist, erköre Ich ihnen gleich.


An dem Tag wo es mir sehr schlecht ging:

Es ging mir an diesem Tag sehr schlecht, weil zuviele schlechte Gedanken da waren, die einfach nicht Weg gehen wollten, ich hab misst gebaut, ich wollte es eigentlich nicht. Aber ich habe es wieder getan. :(

Weshalb erst jetzt antworte:

Ich war gestern sehr lange weg bzw. Bis heute Nacht. Ich wollte machen was ich wollte, ich wollte ein Risiko eingehen , doch das risiko war zuhoch, trotzdem bin ich es eingegangen. Ich habe mich in gefahr gebracht. Ich war mit Freunden weg, erst war alles toll aber als ich fasst von einer Bierflasche getroffen wurde dachte Ich kurzzeitig "wieso hat die mich jetzt nicht getroffen?" Es hätte nur ein ganz kleiner Millimeter gefehlt, und die Bierflasche hätte mich getroffen. Als wir zuhause bei der Freundin waren, gingen wir schlafen. (03:34 Uhr) Heute Morgen um 8:00 Uhr, wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. Ich hatte einen sehr starken Asthmaanfall der mich hat blauanlaufen lassen. Ich hätte einfach noch nicht soweit gehen sollen. :(


Wie ein eigentlich normaler Tag, bei mit aussieht:

Nunja, ich habe noch nie Tagebuch geführt. Ich weiß nicht wieso.


Zur Zeit habe ich Schulferien, ich ziehe mich jeden Tag in meine eigene Welt zurück, ich gehe kaum noch raus. Die meisten meiner Freunde, finden es gar nicht gut. Einige haben den Kontakt auch schon abgebrochen. :( ich bin immer in meinem Zimmer, die meiste Zeit verbringe ich damit zu weinen, ganz alleine für mich zu weinen. :( ich verlasse mein Zimmer kaum noch, ich habe keine. Lust mehr es überhaupt noch zu verlassen. Wo ich bei einer Freundin schlief, war es eine ausnahme, weil ich es ihr vor längerer Zeit versprochen hatte.
Wenn ich jeden Tag alleine bin, dann mache ich Dinge, die ich dann wieder bereue.. Aber es irgendwie trotzdem gut finde. Ich rede kaum noch, eher bleibe ich ruhig, denn es versteht ja niemand wenn ich etwas sage. Ich habe mit angewöhnt, einfach ruhig zu sein, irgendwie weiß ich, das es dann das beste für alle ist.

Ich lese auch gerne schonmal ein buch wenn ich wieder mal alleine bin. Auch wenn es mich manchmal nicht sonderlich aufmuntert, sondern mich jeh nach buch, sogar etwas runter zieht. :(
Ich verbringe den Tag auch manchmal mit Musik, aber dann kommt ein Lied das ich dann immer und immer wieder höre, obwohl es mich sehr traurig macht. :(
Aber ich kann es dann nicht einfach weg schalten, den in diesem Moment beschreibt es meine Gefühle und meinen Zustand.

Das alles, wiederholt sich meistens jeden Tag. :(

Liebe Grüße,
Elena!

P.s

Es geht mir den umständen entsprechend besser, aber ich darf noch nicht nachhause, nur auf eigene Gefahr. :'(
Anne Sievers
Hallo Elena,
na das war ja ein erlebnisreiches Wochenende. Hoffentlich geht es Ihnen wieder etwas besser.
Es ist schon ok., wenn Sie nicht sofort antworten können, mir gelingt es auch nicht immer.
Würden Sie mir vielleicht schreiben, was meinen Sie mit : Sie wollten ein Risiko eingehen?
Was sind das für Dinge, die Sie machen, wenn Sie alleine sind?
Danke für das "Tagebuch". Zu dem Lied, das Sie manchmal immer wieder hören, obwohl es traurig macht: ich kann es verstehen und finde es auch normal, wenn man je nach Stimmung sich darin versinken lässt. Hinterher geht es einem dann meistens wieder besser.
Bei Ihnen gibt es nur etwas viele :( s.
Irgendwie kann ich nicht so ganz fassen, was es genau ist, dass Sie so traurig macht. Natürlich schon, was die Familie angeht. Können Sie vielleicht mal ein Beispiel beschreiben, einen Dialog mit Ihrer Freundin z.B., der Sie dann ruhig sein lässt?
Sind Sie noch im Krankenhaus? Vielleicht tut Ihnen die neutrale Umgebung momentan ganz gut, wenn ich Ihnen natürlich auch wünsche, dass es bergauf geht.
Liebe Grüße von Anne

(Sie können mich gerne mit Vornamen anreden).
Ratsuchende(r)
Hallo Anne.

Ja es war in der Tat sehr erlebnsreich, ich liege noch immer im Krankenhaus, mein Gesundheits Zustand hat sich etwas verschlechtert, ich bekomme jetzt 6liter Sauererstoff. In der Nacht hatte ich einen Asthmaanfall der mich ohne Beruhigungsmittel und der berühmten "ist mir egal spritze" nicht hätte beruhigt. Ich hatte große Angst. :(
Ich bin auf dem Boden zusammen gesackt. Ohne Sauerstoff sagte man mir, komme ich nicht aus. Wenn es die Nacht auch zu einem weiterm Anfall kommen sollte, werde ich auf die Intensivstation verlegt und soll künstlich beatmet werde. Im Laufe der Woche, soll ich in eine spezialklinik für Asthmatiker verlegt werden. Mein Vater machte mir sehr große vorwürfe, er kündigte bevor ich ins Krankenhaus kam schon an, das ich mich nicht melden soll, wenn ich eingeliefert werde. Und als ich eingeliefert wurde, wurden meine Eltern informiert, ich wollte es nicht, aber keiner hörte auf das was ich noch sagen könnte. Ich hatte solch eine Angst. Diese hatte ich nicht umsonst. Mein Vater schrie mich so laut er konnte an, er ließ nichts aus, um mich fertig zu machen. :'(

Zu dem Risiko:

Ich wollte das Risiko eingehen, mich unter mehreren tausend Menschen aufzuhalten, doch leider bekam ich eine Panikattake. :( ich glaube, das ich in gewisser Hinsicht sogar mein Leben riskieren wollte. :'(

Zu dem was ich mache wenn ich alleine bin:

Ich weine ganz lange und sperre mich dabei in mein Zimmer ein, ich verletze mich selbst, ich überlege, wie ich dem allen ein Ende setzen kann. :( wenn ich alleine bin, was eigentlich sehr oft so ist, passieren solche Dinge. :(

Zu dem Lied das ich immer und immer wieder höre:

Diese Lieder an denen ich stehen bleibe, die ich immer wieder höre, lassen es mir selbst danach nicht gut gehen. Im Gegenteil, durch diese Lieder, ich kann sie einfach nicht Weg schalten. Sie lassen mich weinen so sehr, das ich mich auch dann, wieder selbstverletze. :'(

Dialog zu der/denen Freundin/Freunden

Naja, ich unterhalte mich nicht wirklich mit ihr/ihnen. Wenn ich mich ihnen anvertraue verstehen sie es nicht, sie wechseln dann auch meist das Thema. Was mich dann auch traurig werden lässt. Viele von ihnen haben den Kontakt ja sowieso schon abgebrochen. :(

Meine Freundin und ich unterhielten uns, sie fragte wie es mir ginge und, ich sagte ihr wie es mir geht und wie ich fühle, doch das einzigste was sie sagte war " wen interessiert das jetzt? Es sollte nicht ums Leben von dir gehen, Sondern um meines!" Wieso fragte sie dann erst wie es mir geht, wenn es sie nicht interessiert. Ich bin dann auf die Toilette gegangen und musste weinen. Ich wäre am liebsten drinne geblieben.. Nachdem sich alles legte und sie sich entschuldigte, fuhren wir weg, bis zur besagten Nacht.

Meine Freundin sagte mit,: Elena im 20:30 Uhr geht es endlich los!

Ich: ja ich freue mich auch sehr auf die Lichte der Stadt (Köln) !

Wir machten uns fertig, als wir fertig waren und los gingen, ging ich immer zum Schluss, sie beachtete mich erst nicht. Als ich in Köln die Panikattake bekam würde mir sehr schwindlig, ich musste da weg, diese Menschen die einen anfassen über all, ich konnte es nicht, sie merkte es, nahm mich an die Hand und sagte "Komm Elly, wir bringen dich hier weg!" Ich habe niemandem bis jetzt davon erzählt (wem auch) was dort passierte. Als wir dort weg gegangen waren, und einen schönen Platz gefunden haben, wo dir sitzen wollten, wurde ich von Menschen hinter uns beleidigt mit Sachen abgeworfen und als ich kurz alleine war, kam einer der Typen, und wollte mich anfassen, dieser kassierte sich eine von einem anderen Mann, sehr mutig von dem Mann. Ich habe mich bei ihm bedankt. Ich habe meiner Freundin, von diesem Erlebnisse nichts gesagt. Ich rede nie mit ihnen über eigene Probleme, weil wenn ich sie Anschweige, kann nichts gegen mich verwendet werden und niemand weiß von ihnen, mit welchen Waffen sie mich schlagen können. :(

In Momenten die mich ruhig sein lassen, ist es so, das mich niemand versteht oder es nicht will. Ich versuche mich immer auszudrücken, wieso ich das heute nicht mehr kann, liegt daran, das ich immer anfange zu weinen, und jeder meint, ich solle aufhören zu heulen, das würde mich auch nicht weiter bringen. :(

Meine Freunde sind nicht für mich da, ich bin es immer, wenn es um sie geht. Sobald ich es aber nicht bin, werde ich Direkt abgestempelt als schlechte Freundin. Mittlerweile, will ich gar keine Freunde mehr haben. Weil ich auch ohne diese, sehr gut klar komme.

Ich verstehe mich selbst kaum noch, ich weiiß auch nicht mehr was ich noch machen soll, ich denke in letzter Zeit viel über den Tod nach, und wundere mich deshalb, wieso mich diese Bierflasche nicht einfach getroffen hat. :'(

Ich bin einfach zu viel alleine. Ich will es irgendwie, aber irgendwie auch nicht, weil ich eigentlich gar nicht allein sein will, doch es wird mir keine andre wähl gelassen, ich will nicht das jemand Teil meines Lebens wird, um es mir immer und immer weiter zu zerstören. Ich zerstöre es mit meinem da sein schon genug, da müssen andere nicht noch mit michen. :'(

Liebe Grüße,
Elena!
Anne Sievers
Liebe Elena,
danke, für die genaue Schilderung. Ihr Brief geht mir sehr zu Herzen. Was sind das für Menschen, die so mit Ihnen umgehen? Schlimm, dass Sie von Ihrem Vater noch angeschrien werden, als ginge es Ihnen nicht schon schlecht genug.
Diese Freundinnen tun Ihnen auch nicht gut. Ich wünschte, Sie würden demnächst andere finden. Aus einem anderen Umfeld. Was halten sie von Kontakten zur Kirche, dort gibt es auch Jugendliche, die sich engagieren. Dann wären Sie auch nicht mehr so viel alleine.
Aber erstmal müssen Sie gesund werden. Hoffentlich hatten Sie keinen weiteren Anfall und liegen nun auf der Intensivstation.
Ich wünsche Ihnen alles Gute! Schreiben Sie mir nur, wenn Sie die Kraft dazu haben. Ich verstehe gut, wenn Sie es momentan nicht können.
Alles Gute von Anne

Ratsuchende(r)
Hallo Anne.

Ich weiß nicht was mit den Menschen in meinem Umfeld los ist, alle machen mit mir was sie wollen. :(
Ihnen ist es vollkommen egal wie es mir geht, das haben sie mir gesagt. :(

Ich weiß auch nicht mehr wirklich, ob meine Freunde wirklich Freunde oder Feinde sind. :( Ich erinnere mich
gar nicht mehr daran, wann ich das letzte mal aufrichtig und ehrlich gelacht habe. Bisher war es nur meine Fassade. :(

Ich habe Angst neue Kontakte zu knüpfen, weil ich Angst davor habe, das selbe wieder erfahren zu müssen. :'( Ich habe Angst davor, wieder verletzt zu werden. :(

Ich hatte drei weitere Anfälle, aber ich musste nicht auf die Intensievstation. Ich wurde heute in ein anderes Krankenhaus gebracht, das 2 Stunden von meinem Wohnort entfernt liegt. Morgen bekomme ich eine bronchoskopie gemacht, ich habe große Angst, wegen der nakose. Das Krankenhaus ist Spezialisiert auf meinen Krankheitsfall. Mir geht es gesundheitlich Feb umständen entsprechend besser aber ich habe immer noch starke Luft Not, es kann sein, das ich bald dauerhaften Sauerstoff brauchen werde. :'(

Eigentlich hätten meine Eltern da sein sollen, doch diese wollen nicht soweit fahren, weil ich es laut Papa, ja auch alles selbst schuld bin. Meine Mutter lässt sich von Papa total einlullen. :(

Ich scheine echt nicht von Bedeutung zu sein, das habe ich ja gemerkt, ich halte es einfach nicht mehr aus.

Ich könnte hier wo ich gerade bin, sterben, es würde keinerlei Änderungen zeigen, ich wäre ihnen genauso egal, wie ich es jetzt bin.

Zumindest kann mich hier niemand stören. Sie können nur Telefonterror machen, was sie ja schon gut hinbekommen. Die Freundin von meiner Mutter ihrem Bruder rief mich an, sie machte mir vorwürfe, ich sei alles schuld, selbst schuld und so wie es meiner Mutter gehen würde, wäre ich auch schuld. Es ist ja nicht so, das ich nie mit ihnen rede. :( ich habe auch kein Wort am Telefon sagen können, ich habe einfach nur geweint, weil es niemanden interessiert, wie es mir eigentlich geht. Nicht mal wenn ich im sterben liegen würde, würden sie mich besuchen, oder gar um mich trauern. Naja, ich würde es auch nicht tun. :'(

Liebe Grüße,
Elena!


(Sie können mich gerne mit "Du" anreden.)
Anne Sievers
Hallo Elena,
ich duze Dich gerne, wenn Du es dann auch machst.
Es ist schrecklich, wie Du Deine Umwelt wahrnimmst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den anderen egal ist, wie es Dir geht. Vielleicht sind sie aus irgendeinem Grund wütend?
Das mit den Freunden und Deiner Fassade finde ich interessant. Es muss sehr anstrengend sein, nicht man selber sein zu dürfen. Das ist auch einer der Gründe, warum man depressiv werden kann. Versuche Du selbst zu sein. Am besten geht das in Begleitung mit einer Psychotherapie. Aber Du könntest schon mal üben, aber möglichst ohne verletzend zu sein (was ich eigentlich auch nicht glaube, ist aber ein wichtiger Punkt, um mit anderen klar zu kommen). So wirst auch Du nicht so schnell verletzt.
Es muss Dir sehr schlecht gehen bei drei weiteren Anfällen. Wie gut, dass Du in einer Spezialklinik bist wegen der Bronchoskopie. Es wird alles gut gehen.
Du schreibst, Deine Mutter lässt sich einlullen. Das ist natürlich nicht in Ordnung, aber manche Menschen sind zu schwach, sich durchzusetzen. Sicher denkt sie trotzdem an Dich.
Ich hoffe sehr, dass es Dir bald besser geht und Du keinen zusätzlichen Sauerstoff brauchst, oder nur kurzfristig.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Hey Anne,

ich danke dir für deine Antwort.

Doch es ist einfach so, dass ich denke und weiß, dass ich ihnen egal bin. Es ist sehr anstrengend, so denken zu müssen. Ich glaube nicht, dass sie wütend sind. Aus welchem Grund sollen sie es denn sein?! Ich gebe ihnen ja auch keinen Grund dazu, denke ich.

Ja, es ist sehr anstrengend, wenn man nicht man selbst sein kann. Doch was soll ich tun, wenn ich nicht will, dass jemand an mich heran kommt?! Ich will nicht, dass diese Menschen Zugang zu meinen Daten im Kopf, ohne die richtige Nummer, haben. Ich kann meine Fassade nicht fallen lassen, dazu hab ich sie schon viel zu lange. Hätte es meine Freude oder den Rest interessiert, was mit mir ist oder was aus mir wird, dann hätten sie sich anders verhalten und sich gemeldet. Sie wären für mich da gewesen, als ich gefallen bin und nicht mehr alleine hoch kam! Doch ich musste alleine da durch, weil wieder keiner für mich da war. Selbst mein Freund, hat nun Schluss gemacht. Er sagt, das er es so nicht mehr kann. Gut, soll er doch auch gehen, ich bin es ja auch nicht anders gewohnt und wieder habe ich den Drang dazu, mich selbstzuverletzen. Ich kann das nicht mehr, ich liege hier im Krankenhaus, komme nicht mehr mit meinem Leben klar, was ich vorher auch nicht kam. Aber die Trennung jetzt, macht mich fertig. Ich weiß, dass ich mich zu sehr zurückgezogen habe, ich wollte ihm sagen, wieso, doch er ließ mir keine Chance. Also, ist es nunmal zu spät :(

Zu meine Mutter:

Naja, ich denke nicht, dass sie an mich denkt, die liebt mich genauso wenig, wie jeder andere :( Sie tröstete mich nie, sie ließ mich alleine, sie ruft nie an, niemals tut sie das.

Ich habe da keine Kraft mehr für.
Weißt du, es ist sehr schwer, Menschen zu vertrauen, die einem das Leben zu Hölle machten, die nie für einen da waren. Ich kann nur noch denken, dass ich ihnen egal bin, und es immer sein werde.

Es geht mir nach diesen Anfällen sehr schlecht, aber ich habe den Sauerstoff unter der Nase. Ich hoffe, dass es mir bald besser geht oder ich das nicht mehr mitmachen muss und gehen kann, ich kann das nicht mehr :(
70mg Kortison = ich kann fühlen, dass ich dick und immer dicker werde!

Ich überlegte mir, ob ich den Sauerstoff nicht von mir lösen soll, ich mein, hey, es könnte nur besser werden, ich hätte es endlich geschafft. :(

Liebe Grüße,
Elena
Anne Sievers
Hey Elena,
jetzt hat auch dein Freund dich noch verlassen. Das tut mir sehr leid.
Dass deine Mitmenschen wütend auf dich sind, darauf komme ich, weil z.B. dein Vater oder die Freundin von deinem Onkel sagen, du wärst selber schuld. An was denn? Und überhaupt, was ist los in deinem Leben, dass alle so lieblos sind. Ich glaube dir ja, aber es muss etwas geben, dass es so ist.
Manchmal merkt man im Leben nicht, dass irgendwas bei einem selber schief läuft.Man nennt das "einen blinden Fleck", haben ganz viele Menschen. Sie verhalten sich so, dass die Anderen verunsichert sind oder sie erwarten etwas , was der Andere nicht geben kann.
(Manche reden z.B. ununterbrochen, merken es nicht und wundern sich, wenn man sie meidet).
Ich frage mich, ob du vielleicht auch einen blinden Fleck hast, liebe Elena. Denn das Dich niemand mag, kann ich mir nicht vorstellen. Warum ist das so???
Zu deiner Mutter: ok. wenn es wirklich so ist, habe ich mich geirrt.
Deine Suizidgedanken machen mich sehr hilflos. Ich schreibe es nocheinmal, wenn auch mit anderen Worten als vorher: du bist noch so jung, du hast noch jede Chance, alles in den Griff zu kriegen. Trau dich und nehme dein Leben in die Hand.
Alles Liebe
Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Anne.

Ja, mein Freund hat mich verlassen, irgendwo kann ich es ja verstehen wieso. Aber ich weiß auch nicht. :)

Mein Vater und die Freundin meines Onkels sagen das, weil ich selbst die Schuld daran tragen soll, das ich starke Asthmatikerin bin. :(

Ich weiß nicht wieso sie so lieblos sind, aber ich weiß, das ich mir das nicht einbilde, denn es wird mir so mitgeteilt. ich habe sowieso schon zu niemandem mehr einen guten Draht, weil ich mich nur noch zurück ziehe.

Die einzigste Personen, die mich wirklich von ganzen Herzen geliebt hat, war Oma. Ich trau mich nicht mehr zu ihr ans grab, weil ich will das sie wieder da ist. :( Aber ich weiß, das sie es nie mehr sein wird. Früher war ich jeden Tag bei ihr. Sie ist die Jehnige, bei der ich immer schlief wenn es nicht mehr ging. Sie brachte mir das Kochen, Bügeln, waschen und sogar das Putzen bei. Niemand sonst!!!! :( immer wenn ich an Oma denke, Kullern mir egal wo die tränen. :'(

Das mit meiner Mutter ist so.. Sie wusste von allem was heute lief, z.B. Die Bronchoskopie.. Sie hat nicht gefragt wie es mir geht, nicht mal angerufen hat sie mich. :(

Die Bronchoskopie ist sehr gut verlaufen. Bis auf ein paar atemaussezter war alles okay. Antibiotika brauch ich schon mal keines. Ich liege jetzt auf einem Einzelzimmer, da ich darum gebeten habe. Ich wollte alleine sein. :( um nach zudenken um zur Ruhe zu kommen. Die letzen Tage haben mir sehr zugesetzt. Und durch meine ängste, würde ich anderen nicht zutrauen mit mir auf einem Zimmer. Zu liegen. Auch in der Nacht hatte ich einen Anfall, diesmal war er schlimmer, ich verlor durch den Sauerstoff "den ich echt nicht selbst ausgemacht habe" den Atem. Ich habe darüber nach gedacht, ich sollte einfach Leben.. Ich sollte wieder Leben. Wenn es nur so einfach wäre. Es ställte sich heute morgen heraus, das die Nacht Schwester ihn ausgestellt hatte, um zu sehen, wie ich ohne klar kommen würde. Toll war dieser Anfall jedenfalls nicht.

Ich weiß nicht, ich kann dass mit dem "Blinden Fleck" gerade nicht wirklich zuordnen. :(

Vielleicht, bin ich so eine art Mensch, der nichts und niemanden mehr an sich heran lassen will, und bekomme es gar nicht mehr richtig mit.
Ich Stehe am Ende der Brandung, und Sehe keinen Flucht weg mehr für mich. :'(

Ich weiß nicht mehr welchen Weg ich nun noch gehen soll, um wirklich Akzeptiert zu werden. :'(

Ich glaube, es kann mich einfach niemand verstehen. :( ich würde es so gerne wollen, das man mich versteht, nur einen Tag, würde ich gerne mein Leben komplett abgeben wollen, damit man mal Sehen und fühlen kann, wie es mir geht, was ich durch machen muss, wie ich fühlen und denken muss. Wie anstrengend dass alles für mich ist.

Klar bin ich sicher kein toller und sehr perfekter Mensch. Aber vielleicht würde es mal helfen, so zu Leben wie ich es tue. :'(

Liebe Grüße,
Elena!
Anne Sievers
Hallo Elena,
Wie schön, dass du so schöne Erinnerungen an deine Oma hast. Irgendwann wirst du auch wieder an ihr Grab gehen und ihr vielleicht von dir erzählen.
Gut, dass die Bronchoskopie gut verlaufen ist. Ich verstehe gut, dass du alleine liegen willst. Aber der Anfall in der Nacht hätte vielleicht nicht sein müssen, aber ich bin ja keine Krankenschwester.
Über deinen Satz: - ich sollte einfach leben - habe ich mich sehr gefreut. Ja, du solltest einfach leben. Es ist sicher eine Herausforderung, aber es kann so viel Schönes passieren. wenn du dir Zeit lässt und nicht alles auf einmal können willst.
Du brauchst keinen Fluchtweg, lass dich fallen und hab Vertrauen in die Menschen, die dir helfen wollen.
Aber werde erstmal gesund.
Liebe Grüße von Anne
Ratsuchende(r)
Hey Anne,

es tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte. Ich war auf der Intensivstation, weil ich so einen starken Asthmaanfall hatte, das meine Sauerstoffsättigung nur noch gering war und mein Puls immer weiter abfiel. Das weiß ich daher, weil ich einen Pulsoximeter am Finger tragen muss. Es geht mir etwas besser, sonst könnte ich nicht schreiben, ich fand es wichtig, dass du das weißt, weil ich mich nicht meldete. Ich bekomme jetzt eine Menge Sauerstoff und sehr viel Kortison :(

Ich sollte einfach leben, aber ob es wirklich einfach ist zu leben, so richtig zu leben?! Ich bin mir unsicher.

Ich liebe meine Oma über alles, ich kann es immer noch nicht glauben, dass sie nicht mehr da ist. Sie fehlt mir so sehr :(

Ich weiß das ich das Vertrauen haben sollte, aber es fällt mir unheimlich schwer, ich habe große. sehr große Angst davor, mich anderen gegenüber zu öffnen. Weil sie mit meinen Gefühlen spielen könnten oder gar meine Situation nicht ernst nehmen und mich dann, nachdem ich mich geöffnet habe, wieder alleine lassen, so mit allem, einfach wieder ganz alleine lassen.

Ich will immer alles auf einmal können, ich will alles perfekt machen und wenn es das nicht ist, habe ich keine Hoffnung, dass es besser wird. Ich will, dass es auf Anhieb perfekt ist.

Ich habe Angst, einfach nur noch große Angst vor allem, einfach vor allem :(

Liebe Grüße,
Elena
Anne Sievers
Guten Abend Elena,
danke, für deinen Brief. Ich kann mir gut vorstellen, wie ungerne du Kortison nimmst. Aber es geht momentan wohl nicht ohne.
Ich finde es gut, dass du darüber nachdenkst, einfach zu leben, gerade auch in dieser Situation, die ja nicht so toll ist. Das heißt, dass deine Lebensgeister noch ganz schön aktiv sind. Ein gutes Zeichen!
Du hast Angst, dich anderen gegenüber zu öffnen. Aber in einer Psychotherapie bekommst du ja das Handwerkszeug dafür, wie du dich vor Verletzungen schützen kannst. Auch in einer Gruppe kann man das sehr gut lernen. Das geht natürlich nicht ganz schnell, aber es wird immer besser gehen und du wirst Spaß am Leben haben.
Aber denke erstmal ans gesund werden, wie gesagt immer Schritt für Schritt.
Im Krankenhaus solltest Du eigentlich keine Angst haben. Wovor denn? Die Menschen müssen doch für dich da sein .
Wie wäre es, wenn du mal mit deiner Oma sprichst, das kannst du auch in Gedanken machen. Stelle dir vor, was sie dir antworten würde. Dadurch ist sie dir nahe und gibt dir Kraft.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Guten Abend Anne,

ich danke dir für deine Nachricht!

Du hast recht, ohne Kortison geht es leider nicht. Ich merke nur mit jeder Spritze, jeder Tablette und jeder
Infusion, dass ich dicker und dicker werde. Das ist ganz schlimm für mich! Ich will nicht noch mehr zunehmen.

Ich denke darüber nach, weil ich weiß, das ich es alleine schaffen muss. Ich weiß, dass ich nicht alles
aufgeben kann, meine Pläne, ich wollte versuchen, zu studieren. Klar, fordert das viel Kraft und Durchhaltevermögen. Vor allem Zeit...

Ich würde so gerne mit meiner Oma reden, aber ich verfalle dann immer in Tränen und fange an, daran zu denken, ich konnte mich nicht wirklich von ihr verabschieden. Alles schwirrte mir im Kopf herum, als ich erfuhr dass sie gestorben war. War ich es vielleicht Schuld? Wieso hat Oma nicht gesagt, wie es ihr geht? Habe ich etwas dummes getan, weshalb sie nicht mehr anrief? Oder ging es ihr einfach so schlecht, dass sie es mir nicht zeigen wollte? Fragen über Fragen, die mich heute noch beschäftigen. Ich vermisse sie so sehr, ich hätte mehr für sie da sein sollen.

Ich will ja wirklich versuchen gesund zu werden, aber irgendetwas hindert mich daran.

Ich habe Angst davor, dass sie im Krankenhaus, keine Acht geben, dass sie nicht kommen, wenn ich sie brauche, oder das es passiert, dass sie es gar nicht mitbekommen.
Ich habe einfach nur Angst, ich kann kaum noch schlafen, Schlaftabletten wollen sie mir hier keine geben. Ich könnte ja mal einen Anfall nicht mitbekommen und am nächsten Tag nicht mehr wach werden.
Aber ich brauche dringend wieder mehr Schlaf, ich zitter jeden Tag, ich bin nervös und manchmal sehr aggressiv.

Oh, ich vermisse meine Oma so, sie hätte dafür gesorgt, dass ich keine Angst und keinen Kummer habe. Sie hätte dafür gesorgt, dass ich etwas zum Schlafen und zur Beruhigung bekomme. Aber sie ist nicht mehr da, und ich bin vielleicht Schuld daran. Weil ich nicht oft genug für sie da war. Es ist so schrecklich, ich will, dass sie wieder da ist!

Ohne sie schaffe ich es doch nicht alleine. :(

Liebe Grüße,
Elena
Anne Sievers
Hallo Elena,
wenn du magst und die Kraft dazu hast, würde ich gerne mehr über deine Pläne wissen. Was möchtest du denn gerne studieren? Was interessiert dich?
Das du deine Oma vermisst, kann ich gut verstehen. Sie hat dich ja im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen so gut verstanden. Aber sicher war es nicht deine Schuld, dass sie gestorben ist. Wahrscheinlich wollte sie dich nur schonen und hat nicht erzählt, wie es ihr geht.Schuldgefühle haben viele Menschen, wenn jemand der einem nahe war, gestorben ist. Ich glaube nicht, dass du was falsch gemacht hast. Du bist noch sehr jung, da hat man oft, und gerade du mit deinem komplizierten Umfeld, mit sich selber zu tun.
Wegen deiner Angst, ist es vielleicht doch besser, wenn du nicht alleine liegst? Immer angst zu haben, kostet viel Kraft. Hat denn keiner vom Fachpersonal oder ein Arzt eine Idee zu deinen Ängsten?
Gut, dass du nicht alles aufgeben willst! Wenn es dir besser geht, siehst du auch nicht mehr so schwarz. Du wirst es schaffen, aber alles schön der Reihe nach.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Guten Tag Anne,

Ich möchte dir sehr gerne erzählen, was ich studieren will.
Ich möchte gerne Sozialarbeit studieren! Für Kinder, Jugendliche da zusein, bedeutet mir sehr viel. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ist es, was ich schaffen könnte.

Zu meiner Oma:

Ich weiß nicht, es ist einfach sehr schwer, weil sie einfach nicht mehr da ist. Ich vermisse sie so sehr, ich bin irgendwie sauer darüber, das sie mir nicht gesagt hat wie es ihr geht! :(

Es ist sehr anstrengend alleine zu sein, aber wenn ich alleine bin, kommt wenigstens niemand so dicht an mich heran. Ich habe immer Angst, ja, aber da können mir die Leute hier auch nicht helfen. :( letzte Nacht hatte ich wieder einen Anfall, weshalb ich mich erst jetzt melde, ich hatte ganz schön viele medikente unteranderem Beruhigungsmittel im Blut, so das ich nicht in der Lage war zu schreiben. Aber jetzt geht es wieder. :( als ich heute morgen schlief, hat mich eine Schwester angestubst und mich so erschrocken, das ich als sie weg war in tränen ausbrach. Ich habe dazu noch ganz schlimme Albträume, die mich nicht in Ruhe lassen. :( ich habe nach einem Schlafmittel gefragt, doch das möchte mir niemand geben. Ich könnte ja nicht mehr aufwachen, aber wenn doch? Ich könnte wenigstens schlafen, ich will doch einfach nur mal richtig schlafen, ich fühle mich seid 1,5 Wochen wie gerädert, ich brauche einfach nur schlaf! :( ich war heute schon um 3:00 Uhr wach, ich packe es nicht mehr. :( ich falle in meine alte Gewohnheit, ich habe seid vorgestern nicht mehr gegessen, ich habe keinen apettit mehr. :(

Alles überläuft mich, ich will das alles nicht, aber ich habe keine andere Wahl mehr. :(

Liebe Grüße,
Elena.
Anne Sievers
Guten Abend Elena,
Sozialarbeit zu studieren finde ich gut. Gerade für Kinder und Jugendliche hast du sicher ein gutes Gespür, weißt schließlich viel aus eigener Erfahrung, dass ist schon sehr wertvoll.
Wegen deiner Oma darfst du auch ruhig sauer sein, irgendwann wird sich das Gefühl wandeln.
Es geht dir wirklich nicht gut, das tut mir sehr leid. Hast du denn auch mal Besuch?
Albträume können einem ganz schön zu schaffen machen. In solchen Momenten solltest du die Schwester rufen. Zeig allen, wie es dir geht, damit sie das Richtige für dich tun können.
Wenn du nicht kannst, musst du mir wirklich nicht schreiben, Ich weiß dann schon, du musst dich ausruhen.
Ich wünsche dir schöne Träume.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Guten Morgen Anne.

Ja, die Sozialarbeit ist mein Traum beruf. Nichts würde ich lieber werden als Sozialarbeiterin. Seid ich denken kann ist es nein Traumberuf, also ab dem Alter, wo man anfängt zu sagen "Das würde man gerne werden wollen" ;)

Ich bin auch sauer, einfach darüber, das sie mir nichts gesagt hat, und mich jetzt hier alleine lässt! :(

Gut geht es mir wirklich nicht. :(

Besch bekomme ich keinen. :(


Die Albträume Häufen sich, ich kann den Schwestern aber nicht zeigen wie es mir geht. Die haben schon so viel mit mir und meinem Asthma zu tun, das sie das nicht ernst nehmen würden, oder die Zeit dazu hätten, sich damit zu beschäftigen. :(
Sie sind immer recht genervt wenn ich ihnen sage, das mein Zugang weh tut oder juckt, die meisten bekommen direkt die Panik, die steht ihnen Dann auf der Stirn geschrieben. Ich habe so schlechte wenen, da ist es einfach eine Nadel im Heuhaufen zu finden. Seid ich hier bin habe ich schon den 7. neuen Zugang. Die Ärzte Sagen mitlerweile schon zu mir " Na, hat ihnen die Akkupuntur geholfen?" So zerstochen und blau sind meine Hände und arme schon. :( Es tut schon gar nicht mehr weh wenn die mir eine neue legen müssen.


Ich möchte ihnen schreiben, weil es mich auch ein wenig vom krank sein ablenkt. Auch wenn ich kaputt bin, ich raffe mich dann zusammen, das geht schon irgendwie. Ich schreibe heute ganz früh, das liegt daran, dass ich noch kein Auge zugetan habe. Nachher aber wie immer Mega schlecht gelaunt bin, weil ich nicht geschlafen habe. Ich laufe immer hin und her mache Sport im Zimmer den ich in meinem Gesundheitszustand gar nicht machen darf. Aber irgendwas muss ich tun, sonst fällt mir dir Decke auf den Kopf!


Liebe Grüße,
Elena!
Anne Sievers
Hey Elena,
du schreibst, du bist sauer, weil deine Oma dich allein lässt. Aber wenn du mit ihr sprichst, ist sie nicht so ganz weg. Ich glaube auch, sie ist irgendwie, mental bei dir und möchte dich trösten. Aber du musst es zulassen.
Ich verstehe, die Schwestern sind ja meistens überbelastet und haben keine Zeit. Aber es gibt bestimmt noch sowas wie die freiwilligen Besucherdamen. Einer von ihnen könntest du dein Herz ausschütten.
Das du noch Sport machst, erstaunt mich sehr. Auch wenn du es nicht machen darfst, kann ich das besonders gut verstehen. Vielleicht weißt du automatisch auch deine Grenze dafür.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Hey Anne.

Ja, ich bin sehr sauer, auf sie aber auch auf mich. :(
Ich hätte es sehen müssen, spüren müssen wie es meiner Oma geht, als Enkelin muss man das doch. :(
Aber Oma, sie hat durch ihr nichts sagen, sie hat mich
Einfach alleine gelassen. Ich hätte ihr bestimmt helfen können, sie war doch meine Oma! :(

In diesem Krankenhaus gibt es leider keine Besucherdamen. :( ich bin in einem Klosterkrankenhaus, hier bei mir war ein Pastor/Prister, aber ich weiß nicht wie man mit so einer Situation umgeht wenn aufeinmal ein Pastor/Prister im Zimmer Steht. :(
Stimmt, die Schwestern sind sehr überfordert.

Ja ich muss sport machen, ich muss es einfach. Naja, leider habe ich ein wenig zuviel davon gemacht, nicht gegessen und zu wenig getrunken. Ich bin einmal kurz zusammen gesackt, es war nichts dramatisches. Das dramatische an der Sache ist, das ich danach wieder angälle hatte. (3) Es geht mir aber etwas besser. Die ätzte wollten mich eigentlich auf ein Videoüberwachtes Zimmer verlegen, aber ich wollte es nicht. :(

Ich habe Beruihgungsmittel und Nährstoffe über die Wende bekommen, am liebsten hätte die Vigo am liebsten raus gezogen, wollte es dann dich nicht, weil ich sehr schlechte wenen habe, und die mir definiiev eine neue gelegt hätten. :(

Psychisch geht es mir sehr schlecht, gesundheitlich geht es mit zwar nicht besonders, aber es geht schon. Ich laufe mit dem tropfständer schon wieder über den Flur, leider darf ich jetzt nicht mehr raus und muss noch eine Woche hier bleiben. :(

Auf einer Skala von eins bis zehn sagen immer alle.

Auf der Skala von eins bis zehn ist Eins sehr gut und zehn sehr schlecht. :/

Gesundheitlich würde ich mir eine 6-7 geben
Und Psyschich eine 8-9. :(

Liebe Grüße,
Elena!
Anne Sievers
Hallo Elena,
du konntest nicht wissen, wie es deiner Oma geht, wenn sie es dir verheimlicht.
Schade dass es keine Besucherdamen gibt. Ein Pastor kann zwar auch ganz nett sein, verstehe aber gut, dass du das nicht so toll findest.
Ach Elena, es ist alles so verfahren.
Schade dass du nichts isst
Schade dass du dich nicht überwachen lässt
Schade dass du nicht das tust, was dir hilft
Ich wünsche dir so sehr, dass es dir besser geht.
Langsam muss es mit dem Schreiben hier auch weniger werden, ich kann hier keine Endlos-Briefe schreiben. Ich werde dir also nicht mehr so oft antworten können.
Ich wünsche dir eine gut Nacht!

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Hallo Anne.

ersteinmal möchte ich mich entschuldigen dass ich so lange nicht geantwortet, oder gar reagiert habe. Ich brauchte etwas Zeit für mich. Bei mir ist in zwischenzeit sehr viel Passiert. Gutes, aber auch viel nicht so gutes...

Ich kann es verstehen dass Du nicht mehr so oft schreiben kannst. Do einiges Bzw. dass möchte ich dir gerne noch erzaählen.

Ich bin jetzt schon lange wieder Zuhause, was eigentlich ja gut ist. Aber wohl fühle ich mich nirgendwo, es sei denn, ich bin alleine. Was mir momentan einfach nur gut tut!

Was nicht so schön ist, ist, dass ich die Frau vom JA. nur sehr schlecht, eigentlich gar nicht erreichen kann. Ich versuche nur immer, ganz Ruhig zu bleiben, denn anderes würde mich warscheinlich wieder nur Wahnsinnig machen.

Ich habe jetzt eine Genemigte Reha, ich warte nur noch auf den Termin zum beginn. Ich hoffe dass es bald sein wird. Nach dieser reha, bin ich zum entschluss gekommen, dass ich mir einen Magen Bypass setzen lasse. Ich denke, das wird dass beste sein! Nach dem langen Krankenhausaufenthalt, ist viel passiert. Ich war wieder im Krankenhaus, war 2 Wochen auf der intensievstation. Und habe dass ganze specktarkel überlebt. Jetzt bin ich seid guten 8 wochen Asthmaanfall frei. Na ja, ich nehme auch eine Menge an Kortison. Jeden tag, nur um überleben zu können. Ich finde es ja immer noch nicht schön, aber einen anderen ausweg, gibt es leider für mich nicht mehr. Zumindestens für dass erste. Ich werde noch für lange zeit jeden Tag, 80 mg im notfall 100mg Kortison nehmen müssen. Auch wenn ich es nicht schön finde, für dass erste, werde ich damit leben müssen.

Ich wohne Noch bei meiner Tante, aber nicht mehr lange. Ich schaffe es nicht mehr. Sie weiß es, es ist für sie in Ordnung.

Ich habe lange für meine Schule gekämpft, doch diesen kampf, erstmal verloren. Ich und meine Ärzte mussten festellen, dass ich nach dem Letzen Asthmaanfall und dem Letzten aufenthalt auf der Intensievstation, nicht mehr dazu in der lage bin zur schule zu gehen. Mir fehlt die Konzentration, durch den sauerstoff verlusst. Schlafen kann ich dadurch leider auch nicht sogut. Jede nacht, werde ich schweißgebadet wach und denke nur, oh gott, wass ist los. Aber eigentlich ist alles Okay. Na ja, dass denke ich.

Ich bin zur zeit auf dem damm, aber ich weiß nicht mehr wie lange noch. Denn es könnte jede nacht, jeden tag, egal wann, immer vorbei sein...

Ich hoffe, dass sich die Frau vom JA. bald bei mir melden wird.... Ich muss mit ihr reden...

Liebe grüße,
Elena!
Anne Sievers
Guten Abend Elena,
es ist völlig in Ordnung, wenn du dich nicht gemeldet hast und gut, wenn du dir das nimmst, was du brauchst. Aber wenn ich ab und zu von dir höre, freue ich mich, denn wir hatten ja einen intensiven schriftlichen Kontakt. . Was mich besonders freut ist, dass du nach Vorne schaust. was in deiner Situation und mit deinem Befinden sicher nicht einfach ist. Außerdem hast du klare Ziele vor Augen, wie z. B. bei deiner Tante auszuziehen oder dir einen Magen Bypass setzen zu lassen.
Du siehst genau, was möglich ist oder auch nicht. Zur Schule gehen ist nicht möglich erstmal, und du akzeptierst es. Du verstehst, anders geht es nicht und ein auswegloser Kampf kostet nur Kraft.
Wenn wieder mehr geht, wirst du es spüren und ganz langsam immer ein Stückchen nach Vorne gehen.
Bleibe möglichst gelassen, auch wenn noch Vieles anstrengend ist.
Ich hoffe die Frau vom JA hat sich inzwischen gemeldet.
Liebe Grüße
Anne

Ratsuchende(r)
Guten Morgen Anne,

Ja, ich habe für mich entschieden, das ich besser vorran komme wenn ich alleine mit mir Arbeite. Es ist zwar nicht einfach dass alles jetzt alleine regeln zu müssen, aber so komme ich wenigstens vorran und an mein Ziel! Vielleicht etwas langsamer, aber das ist egal, haupsache ich habe etwas erreicht. Und niemand kann mir sagen, ich hätte es nicht versucht wenn ich mal nicht mehr kann. Ich Zeige mir den weg den ich gehen kann jetzt erst einmal selber. Ich habe gemerkt, das wenn ich jemanden an meiner seite habe, dass ich nur balast habe. Dies liegt aber nur daran, das ich weiß, dass sie irgendwie doch alle nur an ihr eigenes wohlbefinden denken. Wie es anderen ergeht, scheint vollkommen egal zu sein. Schweren herzens, bin ich auch aus meinem Musikverein ausgetreten. Ich muss jetzt erstmal mit mir selbst zurecht kommen, ehe ich an das Musik machen denke. Klar es ist eine Mega ablenkung für meine gefühle gewesen, es war auch dass was mich am Glücklichsten gemacht hat. Nur ich kann keine Noten im Kopf behalten, wenn ich noch andere sachen im kopf habe. Jetzt werden entscheidungen getroffen, egal wie, egal welche, ob es eine gute, oder aber auch, eine schlechte sein wird! Entscheidungen sind dazu da, um getroffen zu werden.

Ich bin mir im klaren, dass es jetzt viel schwerer wird, aber hey, als ich einen Moment Tod war, war mir klar, dass es gründe gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt!

Und wenn ich Hilfe benötige, kann ich diese immer noch annehmen.

Ich hoffe zumindest, dass ich keine brauchen werde. Denn bis jetzt, konnte ich mich auf mich, viel mehr verlassen, als auf alle um mich herum.
Ich weiß noch nicht, welchen weg ich jetzt einschlagen werde, aber ich weiß, dass es einen geben wird!

Ich denke oft noch an so vieles, was mich runterzieht, aber ich versuche damit klar zu kommen. Ich habe auch hin und wieder nochmal die Klinge in der hand. Aber ich versuche sie stehts immer, bei seite zu legen. Oft gelingt es mir auch.

Die Frau vom JA. hat sich noch nicht gemeldet. Sie hat es mir versprochen. Aber, ich weiß jetzt, dass man eben nicht auf alles Zählen kann, was einem gesagt wird. Und ich weiß, dass sie nur auf "Ich bin ja voll nett" macht. Dieses gefühl hatte ich schon die ganze zeit bei ihr. Aber na ja, Stay Strong, gell?!


Liebe grüße,
Elena!

Anne Sievers
Hallo Elena,
ich finde, du klingst sehr erwachsen und hast Verantwortung für dich selber übernommen.
Leider spüre ich aus deinen Zeilen auch sehr dein Alleinsein heraus. Aber ich verstehe, dass du das, im Moment zumindest, auch brauchst. Solange die Menschen für dich eine Belastung sind, ist es eben besser, alleine zu sein.
Liebe Elena, was meinst du damit, dass dir klar war, dass es Gründe gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt? Ich finde die Einstellung sehr gut, es interessiert mich sehr, was genau der Grund dafür ist (da du ja schon mal anders gedacht hast).
Dein Brief klingt für mich bei allem Schwierigen, das dich noch begleitet, doch sehr hoffnungsvoll. Davor habe ich große Achtung, denn du hast glaube ich, sehr dafür gekämpft, dass du so weit gekommen bist.

Liebe Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Guten Abend Anne,

So erwachsen wie ich klinge, finde ich mich ganz und gar nicht. Aber ich versuche dass beste daraus zu machen.

Das allein sein, gibt mir zur zeit diese stärke, die mir fehlte, sie rettet mich aus einem loch, wo ich jetzt nur noch zur helfte drinne liege. Ich hoffe ich komme dort raus und gewöhne mich nicht zu sehr an dass allein sein. Sonst lasse ich niemanden mehr an mich heran, davor habe ich etwas angst, aber auch damit muss ich nun fertig werden!

Die einzigsten gründe für mein Kämpfen, muss ich zu geben, sind nicht wegen mir, ich will nicht für mich leben, sonderen für meine Oma. Und für mein Patenkind, was mich brauchen wird. Ich möchte die Tante sein, mit der sie eine gute bindung hat, denn auch wenn ich noch so jung bin, ich weiß, was der stand Patentante bedeutet. Ich möchte für sie da sein, wenn sie jemanden brauchen wird. Ich will eine gute vertrauens person für sie sein. Einfach weil ich weiß, wie es ist, wenn man niemanden hat!

Ich kämpfe hier nicht für mich, ich habe den Kampf "Kämpfen für sich selbst" Längst aufgegeben. ich kämpfe für Menschen, die mir etwas bedeuten, die es wert sind. lles was andere von mir verlangen werden, sollen sie erstmal selbst hin bekommen, bevor man mir irgendetwas erzählen möchte, was ich machen muss und soll. Denn dafür, habe ich nunmal echt keine Kraft mehr. Ich versuche mich in den griff zu bekommen, ja, ich schlage einen anderen weg ein, aber Nicht für MICH.

Iregendwann, ja irgendwann, da werden alle verstehen, sehen und merken, was sie gemacht haben, was sie verloren, was sie zerstört haben.

Ich bin ein Mensch, ich habe noch ein ganz kleines bisschen kraft, um wieder stark zu werden. Wenn auch nicht für mich selbst.

Hoffnung habe ich, ich habe gute, aber auch schlechte hoffnung.. Ich habe viel dafür getan, damit ich jetzt wieder bergauf blicken kann, ich musste vieles in den letzten wochen und monaten durch stehen, ich habe viel verloren, viel misst gebaut, ja, ich wäre auch fasst komplett auf die falsche schiene geraten. Doch ich habe mich wieder hoch geschwungen, auf die hinterbeine gestellt, und gas gegeben...

Jetzt habe ich wieder hoffnung.. wenn auch nicht Für mich... Aber dass Kämpfen lohnt sich mehr für andere, als für einen selbst......

Liebe grüße,
Elena!
Anne Sievers
Hallo Elena,
dein Brief hat mich sehr berührt.
Du willst für deine Oma und dein Patenkind weiterleben. Ja ich glaube, dass du dadurch viel Kraft bekommst und wer weiß. ob deine Oma dir nicht dabei zuschaut und dir die Kraft zurückgibt.
Du möchtest, dass es deinem Patenkind besser geht als dir, das ist sehr warmherzig und viele Menschen hätten die Kraft dafür nicht in dieser Situation.
Trotzdem wünsche ich dir, dass du irgendwann auch wieder für dich leben willst.
Du siehst das Vergangene sehr realistisch, auch du hast "Misst gebaut". Realistisch zu sein finde ich einen sehr guten Weg, mit dem Leben fertig zu werden.
Dein Brief klingt sehr hoffnungsvoll, das finde ich toll !!!

Liebe Grüße
Anne

Ihr(e) Berater(in)

Anne Sievers

Tel. 09001 - 445 401 333 (1,79 € / Min. (mobil höher)); Der kostenfreien Ansage folgen, bei Aufforderung die Berater-Nummer 121 eingeben.

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