Das Sorgentelefon

kompetente Lebensberatung und psychologische Beratung

1,79 € / Min. (mobil höher)
derzeit alle Leitungen belegt
kostenfrei
derzeit nicht möglich
Das Sorgentelefon ist ein Dienst für psychologische Beratung mit ausgebildeten und qualifizierten Beratern. Eine neutrale Stimme zeigt oft neue Lösungen. Lass dir Mut machen, dich stärken und dir neue Wege aufzeigen. Du hast es dir verdient, dass dir jemand zuhört. Genau in diesem Augenblick stehen ein einfühlsame Berater bereit.

Unsere Familiensituation ist unerträglich, aber ich liebe meinen Mann

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 26.02.16

Ursprungsanfrage
Hallo,
wo fange ich an. Mein Mann und ich haben vor fünf Jahren ein Haus gekauft, bezahlen es ab. Wir haben Kinder und ich wollte immer ein Haus haben. Ich gehe im Moment nicht arbeiten, weil die Kinder noch klein sind. Das Geld ist also knapp. Wir sind auf Wunsch von meinem Mann aufs Land gezogen, weil er hier arbeitet, ich mußte mich damit erst abfinden, allzu viele Arbeitsmöglichkeiten habe ich hier auch nicht. Es besteht also ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis. Nun hatte ich mich für einige Jahre, auch auf Druck von meinem Mann, von meiner Familie ganz abgewandt, da einfach keine Basis für einen Kontakt zwischen uns mehr bestand. Irgendwann haben sie sich wieder gemeldet und seitdem besteht wieder Kontakt, auch zu den Kindern. Zur Familie meines Mannes ist seit einigen Jahren fast kein Kontakt mehr. Nun steht mir meiner Meinung nach von meiner Familie noch Geld zu. Es gab da eine Erbschaftsangelegenheit, in meinen jungen Jahren, das hat mich durchaus auch geprägt. Ich habe damals aber nichts bekommen, konnte auch nichts machen. Sie wollen uns nun auch finanziell unterstützen, sehen es aber so, dass wir in dem Fall "aneinander gefesselt bleiben". Mein Mann möchte das auch in Anspruch nehmen, wir renovieren gerade an unserem Haus mit Geld von meiner Familie. Es ist nicht so einfach, wie es aussieht, aber ich denke, für die Kinder ist es insgesamt schon vorteilhaft so.
Nun sind Spannungen zwischen mir und meinem Mann. Immer schon, aber insbesondere seit einiger Zeit ist es schwierig. Ich habe Termine in einer Familienberatungsstelle gemacht, wir waren insgesamt vielleicht dreimal da, dann hat er das abgebrochen. Die Beraterin sagte auch, sie könne uns nicht helfen.
Nun frage ich mich, was ich sonst noch tun kann.
Es tut mir sehr weh, die Szenen zwischen uns vor den Kindern. Es hat immer schon Probleme zwischen uns gegeben und es war auch nie eine einfache Beziehung. Er wollte vor einiger Zeit, dass wir uns finanziell von meiner Familie unabhängig machen, wollte das dann doch wieder nicht, das ist sicher ein Teil der Schwierigkeiten.
Nun meint er, ich solle eine Therapie machen, und dann sei alles gut, nämlich so, wie er es sich vorstellt.
Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, eine Therapie zu machen, wenn ich mein Jüngstes dorthin mitnemen kann, als meine Familie sich vor einigen Jahren wieder meldete, bin ich auch für einige Sitzungen zu einer Psychotherapeutin hier gegangen. Ich glaube aber, dass diese Möglichkeit einfach am Ende ist. Warum soll ich eine Therapie machen? Damit ich meine Familien- und Lebensgeschichte loswerde, wie auch die Eltern meines Mannes immer meinten, ich solle einfach "einen Schlußstrich" ziehen. So ist das ja nun nicht. Die Dinge bleiben ja, was sie waren. Ich habe wiederum vor einiger Zeit auch nochmal einen Anlauf in Richtung Beratung zu Therapiemöglichkeiten gemacht, es aber bis jetzt noch nicht umgesetzt, zuletzt wurde mir EMDR empfohlen.
Kurz gesagt, ich bin sehr enttäuscht über seinen Abbruch unserer Paartherapiegespräche, hatte allerdings auch selbst den Eindruck, dass es nicht allzu viel bringt, aber Hoffnung doch.
Was ich nun tun soll, ist für mich die Frage. Ich beschäftige mich schon länger damit, wie ich vielleicht auch zu Hause etwas Geld verdienen kann, aber allzu viele Möglichkeiten gibt es nicht. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Schreiben, das ist aber was für die Zukunft und eher als Hobby oder vielleicht Nebenbeiverdienst.
Mein Problem ist auch, dass ich in meinem Mann große Anspannung wahrnehme, wegen der finanziellen Situation, aber auch in meiner letzten Schwangerschaft, er konnte damit nicht umgehen. Mit dem Kind nun schon. Ich möchte nun gerne noch ein Kind, da schwankt er total zwischen "gerne" und ausflippen. In der Paarberatung hat er das zur Sprache gebracht, und im letzten Gespräch hat er dann gesagt, ich wolle immer noch ein Kind und deswegen ginge er nicht mehr hin.
Er wollte ausziehen vor einigen Wochen, davon hat ihn die Paarberatung abgebracht.
Problematisch finde ich, dass unsere Auseinandersetzungen vor den Kindern körperlich werden.
Er hat die letzte Woche nur wenig gearbeitet und die ganze Zeit am Haus renoviert. Mit einem Teil, der am heutigen Samstag gemacht wurde, bin ich nun ganz und gar unglücklich und möchte das eigentlich nochmal geändert haben, in den nächsten Tagen ginge es noch. Es ist sehr viel dunkler an dieser Stelle im Haus nun, wir haben das nicht genügend besprochen. Zuletzt hat er mir eine schallende Ohrfeige gegeben, bevor ich den Kontakt zu seinen Eltern abbrach, weil ich es nicht mehr aushielt. Er brach den Kontakt daraufhin auch ab, obwohl mir das nicht unbedingt recht war, aber seine Entscheidung. Heute habe ich nun geäußert, ich sei unglücklich mit der heutigen Veränderung und wolle das wieder heller haben, ob man das nochmal ändern könne. Ich könne mich ja selbst erkundigen. Er hat mich ans Schienbein getreten und mir mit beiden Händen gleichzeitig rechts und links an den Kopf geschlagen. Ich glaube, er hätte auch noch mehr gemacht, ich habe Wahnsinn in seinen Augen gesehen. Ich hatte das jüngste Kind auf dem Arm und sagte, er solle aufhören. Die anderen Kinder haben alles mitgekriegt.
Ich fühle mich wie eine wirklich schlechte Mutter, weil ich mich vor den Kindern so behandeln lasse, und verabscheue das. Ich weiß, dass es ihnen schadet.
Ich glaube inzwischen, er könnte mich wieder so behandeln.
In den vergangenen Jahren hat sich seine Überforderung oder was immer es ist, anders geäußert. Er hat mich manchmal verbal angegriffen, die Kinder spätabends noch aufräumen lassen, übers Sprechen uns "fertig gemacht".
Das hat nun nochmal eine andere Qualität.
Die Beraterin in der Beratungsstelle war schon über sechzig Jahre alt und meiner Meinung nach auch überfordert, sie hat mich in der ersten Stunde meine Familiengeschichte und -beziehungen erläutern lassen und mich am Ende der Stunde viermal(!) langsam von zehn auf null runterzählen lassen, das hat sie meiner Meinung nach eher für sich selbst gemacht, ich brauchte das nicht. Nach der zweiten Sitzung hatte sie wohl eine Supervision wegen "meinem" Fall, hat sie mir erzählt. Sie könne mir dort nicht helfen. Naja. Diese Erfahrung mit Hilfsangeboten hier bei uns war nicht so wirklich hilfreich. Leider gibt es auch nicht wirklich viele Anlaufstellen hier bei uns, es gibt allgemein nicht allzu viel Infrastruktur.
Was kann ich denn noch tun?
Mein Mann hat gesagt, ich solle mich am besten "stationär einweisen" lassen für einige Monate, um mich "von Grund auf" zu therapieren. Ich habe dazu keinen Bedarf.

Ich liebe meine Kinder und eigentlich auch meinen Mann, aber ich leide unter unserem Umgang in der Familie.
Wenn wir streiten, redet er bereits des öfteren von "Polizei rufen". Soll er doch machen, aber ich befürchte, wenn er weiter handgreiflich wird, hat dann eher er selbst das Problem.
Bezahlte Paarberatung können wir uns nicht leisten. Er ist aber eh nicht motiviert. Die Dame in der Beratungsstelle sagte, wenn ich allein komme, bringt es nichts.
Kann ich mich nur von ihm distanzieren? Oder kann ich auch etwas tun.
Wer will schon solche Familienprobleme haben.
Der Text ist lang geworden, hat mir für den Moment aber gutgetan.
Mit freundlichen Grüßen
Anne Sievers
Hallo,
ja, das sind eine Menge Probleme. Ihre Email wirft für mich eine Menge Fragen auf. Sie lieben Ihren Mann, obwohl die Beziehung zu ihm noch nie in Ordnung war?
Er schlägt Sie und nimmt keine Rücksicht auf die Kinder? Sie glauben, es könnte wieder geschehen, dass er Sie schlägt.
Was hält Sie bei diesem Mann??? Diese Frage sollten Sie sich ehrlich beantworten. Ist es eine Art Abhängigkeit, ist der der finanzielle Gesichtspunkt, z. B. das Haus oder haben Sie Mitleid mit ihm?
Sie schreiben, wenn Sie streiten, spricht Ihr Mann öfters davon, die Polizei zu holen. Wie kommt er darauf, werden auch Sie laut beim Streit?
Sie allein können nichts tun, um die Situation zu ändern. Da müssen schon Beide am gleichen Strang ziehen.
Ehen scheitern meistens, weil aus den Verheirateten niemals Partner werden. Sie sind nicht willens, an sich selbst und der Beziehung zu arbeiten.
Ich würde Ihnen raten, eine psychologische Beratung aufzusuchen, auch alleine, um sich über Ihr Leben und Ihre Zukunft klar zu werden.
Alles Gute
Anne Sievers

Ihr(e) Berater(in)

Anne Sievers

Tel. 09001 - 445 401 333 (1,79 € / Min. (mobil höher)); Der kostenfreien Ansage folgen, bei Aufforderung die Berater-Nummer 121 eingeben.

Möchtest du auch eine kostenlose, schriftliche Beratung? Psychologische Beratung kostenlos nutzen
Oder möchtest du lieber anrufen?
Tel.: 09001 - 445 400 333
ODER wähle einen Berater von dieser Liste
1,79 € / Min. (mobil höher)
Oder ohne 0900 ab 1,20€/Min. auf Festnetz anrufen
(empfohlen wenn du vom Handy anrufst):