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Das Sorgentelefon ist ein Dienst für psychologische Beratung mit ausgebildeten und qualifizierten Beratern. Eine neutrale Stimme zeigt oft neue Lösungen. Lass dir Mut machen, dich stärken und dir neue Wege aufzeigen. Du hast es dir verdient, dass dir jemand zuhört. Genau in diesem Augenblick stehen 2 einfühlsame Berater bereit.

Unheilbar krank und alkoholabhängig

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 13.04.16

Ursprungsanfrage
Guten Abend,
ich wende mich heute an Sie, weil ich Ihren Rat benötige. Nicht für mich, sondern für meinen Ex-Mann. Wir sind seit 6 Jahren geschieden, aber ich habe mich immer um ihn gekümmert. Im Mai diesen Jahres wurde bei ihm Darmkrebs mit einer Metastase auf der Leber diagnostiziert und ich habe ihm gesagt, dass er das nicht allein durchstehen muss und ich an seiner Seite bin. Dier erste OP war am 15.6 15 und eine Not-OP am 22.6. weil Fäkalien im Bauchraum waren, dadurch hatte er einen septischen Schock. Und man hat einen künstlichen Darmausgang gelegt. Man hat ihn dann ins künstliche Koma gelegt. Ich bin jeden Tag ins Krankenhaus gefahren (60km), bis er nach 4 Wochen von der Intensivstation runter gekommen ist. Danach war er eine Woche bei mir daheim und anschließend 3 Wochen in der Reha. Danach wieder 4 Wochen bei mir, bis er in seine eigene Wohnung gezogen ist im betreuten Wohnen. Bis dahin ging es noch, es war zwar anstrengend, aber wir waren voller Hoffnung.

Kurz nachdem er alleine wohnte, habe ich herausgefunden, dass er wieder angefangen hat zu trinken. Und es wird immer schlimmer. Er holt sich jeden Tag seinen Schnaps. Für was anderes hat er keine Energie, für den Alkohol kann er mit seinen Rollstuhl losziehen. Ich bin jeden Tag bei ihm, mache seine Mahlzeiten, wasche seine Wäsche, putze seine Wohnung, gehe arbeiten.

Ich war jetzt auch 6 Wochen krank, habe mich aber trotzdem um ihn gekümmert. Oft bis zu 12 Stunden. Alles nützt nix, er trinkt weiter. Und sein Konsum wird nicht weniger. Sein Stoma hält dadurch nicht mehr richtig und er muss manchmal bis zu fünfmal den Stoma wechseln. Ich kann ihn das so oft erklären, er will nicht hören. Aber wenn ich alles erzählen würde, würde ich heute nicht mehr fertig. Meine Frage an Sie: Wie kann ich ihm helfen? Er hat mir die Vorsorgevollmacht gegeben. Kann ich ihn in eine Klinik zum Entgiften einweisen oder muss ich zusehen, wie er sich jetzt zu Tode trinkt? Das sein Krebs nicht heilbar ist, wissen wir. Was kann ich tun? Was raten Sie mir?
Danke
Marion Lampert-Gruber
Hallo, vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Vertrauen!

Das ist ein ziemlicher Marathon, den Sie da hinter sich haben und jeder wird verstehen, wie viel Kraft Sie diese Aufgabe kostet. Deshalb möchte ich Ihnen zunächst die rein sachlichen Antworten geben: Wie Sie die Situation beschreiben, liegt bei Ihrem Ex-Mann aus meiner Sicht Selbstgefährdung vor. Sie haben demnach das Recht und vielleicht sogar die Pflicht, ihn im Rahmen Ihrer Vollmacht im Notfall auch gegen seinen Willen, in eine entsprechende Klinik einzuweisen.

Auf der Beziehungsebene sieht es etwas anders aus. Sie wissen, dass sein Krebs nicht heilbar ist. Da wollen Sie ihm das Leben wahrscheinlich nicht noch unnötig schwer machen. Dennoch müssen Sie nicht dabei zuschauen, wie er sich zu Tode trinkt. Das kann kein Mensch von Ihnen verlangen. Haben Sie dieses Gespräch schon einmal mit ihm geführt, dass Sie dazu nicht bereit sind?

Wenn Ihr Ex-Mann im Rahmen des betreuten Wohnens versorgt wird, gibt es doch sicher auch noch andere Pfleger und einen ambulant versorgenden Arzt. Wie findet hier der Austausch statt? Wer ist im Moment für Sie Ansprechpartner in gesundheitlichen Fragen? Sie müssen diese Last der Verantwortung nicht alleine tragen!

Wenn Sie mögen, stehe ich Ihnen auch telefonisch gerne zur Verfügung. Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihre Möglichkeiten, auch im Sinne Ihrer Selbstfürsorge, im vollen Rahmen auszuschöpfen.

Herzliche Grüße
Marion Lampert-Gruber



Ihr(e) Berater(in)

Marion Lampert-Gruber

Tel. 09001 - 445 401 574 (1,79 € / Min. (mobil höher)); Der kostenfreien Ansage folgen, bei Aufforderung die Berater-Nummer 118 eingeben.

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