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Soll ich mich in psychiatrische Behandlung begeben?

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 24.11.15

Ursprungsanfrage
Hallo,
Ich wollte Sie fragen, ob Sie mir raten würden, mich in psychiatrische Behandlung zu begeben.
Seit ca. einem halben Jahr fällt es mir sehr schwer mich zu konzentrieren und ich habe Probleme, manche Situationen wahr zu nehmen. Zudem habe ich immer wieder solche 'Anfälle', bei denen ich meine Handlungen nicht mehr richtig kontrollieren kann, mich selbst verletze und auch mit dem Gedanken spiele, mir das Leben zu nehmen. Außerdem bin ich sehr leicht reizbar und schlafe übermäßig lang, wenn ich still sitzen soll, kann ich das nicht und mein Herzschlag ist unnormal hoch. Beim Laufen bekomme ich sehr schlecht Luft, obwohl meine Kondition eigentlich sehr gut ist.
Ich habe schon diverse Online-Depressions-Tests ausgefüllt, diese hatten das Ergebnis, dass ich mich in einem 'schweren depressiven Stadium' befinde. Aber erstens kann man solchen Tests nicht unbedingt trauen und zweitens sehe ich auch keinen Grund dafür, weshalb ich Depressionen haben sollte. Ich lebe in einer normalen Familie, mache bald Abitur, habe viele Freunde und kein Problem damit, Single zu sein.
Mit freundlichen Grüßen,
Regina
Marion Lampert-Gruber
Hallo Regina, vielen Dank für deine Anfrage und dein Vertrauen!

Warst du denn schon bei deinem Hausarzt oder bei einem Internisten? Die beschriebenen Symptome können auch Zeichen einer hormonellen Störung sein, also alles Rund um die Schilddrüse und den Stoffwechsel. Dann ist die Depression eher organisch bedingt. Das solltest du umgehend abklären lassen! Hast du mit deinen Eltern schon darüber gesprochen? Gibt es vielleicht Dispositionen in eurer Familie? Das wäre für die Anamnese beim Arzt interessant.

Wenn organische Ursachen schon ausgeschlossen worden sind, müssten wir deine Frage neu überdenken. Ich würde mich über eine Rückmeldung von dir sehr freuen!

Herzliche Grüße
Marion
Ratsuchende(r)
Hallo Marion!

Vielen Dank für deine Antwort. 

Vor circa einem halben Jahr war ich aufgrund von Kopfschmerzen bei verschiedensten Fachärzten (Neurologen, Cardyologen,usw.). Gefunden haben sie nichts, die Kopfschmerzen sind zwar wieder verschwunden aber dafür habe ich jetzt eben die beschriebenen Schmerzen. 

Meinen Eltern will ich davon eigentlich nichts erzählen. Die machen sich dann nur Vorwürfe oder sind überfürsorglich und das kann ich dann auch nicht gebrauchen... 

Ich weiß nur, dass ich in dem Zustand eigentlich nicht mehr weiter leben möchte. Ich mach jetzt noch mein Abitur und wenns danach noch nicht besser ist, versuche ich, einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen. Aber ich weiß echt gar nicht, an wen ich mich wenden müsste, bei uns in der Nähe gibt es nur Heilpraktiker und ich weiß nicht, ob das so das richtige ist...

Liebe Grüße, Regina
Marion Lampert-Gruber
Hallo Regina,

wenn ich dich richtig verstehe, bist du aktuell in der Abi-Vorbereitung. Also offiziell zugelassen und in den nächsten zwei bis drei Wochen am Klausuren schreiben, richtig? Dann drücke ich dir dazu auf jeden Fall beide Daumen! Da hängst ja einiges dran...

Thema Eltern: Deine Eltern würden sicher wollen, dass du mit solchen Problemen zu ihnen kommst. Aber ich kenne das aus dem Jugend Coaching. Wenn Eltern zu großer Sorge neigen und damit Dinge eher noch schlimmer machen, als sie vielleicht schon sind, dann sagt man lieber nichts. Das verstärkt dann aber auch den Druck, der sich von innen und außen aufbaut. Wenn du möchtest, können wir gemeinsam schauen, wie du damit besser umgehen kannst.

Thema Heilpraktiker: Gerade bei psychosomatischen Beschwerden eine sehr gute Sache. Allerdings werden viele Behandlungsmethoden nicht von der Krankenkasse übernommen. Hier wirst du sicher deine Eltern mit ins Boot nehmen müssen. Bist du denn schon volljährig?

Wenn du jetzt erst das Abi durchziehen willst, dann solltest du direkt danach einen Termin bei eurem Hausarzt ausmachen. Lass dich einmal komplett durchchecken (Blutbild, Schilddrüse, Hormonspiegel, ect.) und sprich bei der Gelegenheit deine Symptome an. Jeder Arzt hat Schweigepflicht. In der Regel wird er dich an einen entsprechenden Facharzt weiter überweisen. Ansonsten kannst du bei eurer Krankenkasse anrufen und nach einer Liste von kassenärztlich zugelassenen Psychotherapeuten fragen. Dort musst du aber mit einer längeren Wartezeit rechnen.

In der Zwischenzeit darfst du dich hier gerne bei mir melden. Es ist schon sehr hilfreich, wenn man nicht immer alles mit sich selbst ausmachen muss. Falls es dir aber schlechter geht, du also immer öfter und intensiver daran denkst, dich zu verletzen oder ähnliches, dann melde dich bitte sofort in einer Notfallambulanz! Hier geht es um Selbstgefährdung und damit ist nicht zu scherzen.

Nun lasse ich dich erst einmal in Ruhe lesen:)

Herzliche Grüße
Marion




Ihr(e) Berater(in)

Marion Lampert-Gruber

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