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Seit mein Bruder von seinem Bandscheibenvorfall weiß, kapselt er sich völlig ab

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 06.01.16

Ursprungsanfrage
Hallo liebes Sorgentelefon Team,
meine Eltern und ich machen uns seit einiger Zeit enorme Sorgen um meinen Bruder (23). Mein Bruder studiert derzeit. Viel Freude scheint er allerdings an dem Studium nicht zu haben, denn mittlerweile ist er im 8.Semester und hat mal gerade die Prüfungen des 3. Semester abgelegt. Extrem schlimm ist es seit ca. zwei Jahren, als er die Diagnose Bandscheibenvorfall erhalten hat. Seit der Diagnose treibt er keinen Sport mehr, hat dadurch sein komplettes soziales Umfeld verloren und außerdem stark zugenommen. Aktuell verbringt er seine Zeit vor dem Fernseher und geht so gut wie gar nicht mehr zur Uni. Wie bereits erwähnt, trifft er sich auch nicht mehr mit Freunden. Das Haus verlässt er nur noch, um sich Essen zu holen.

Meine Eltern und ich sind nun so weit, dass wir uns Hilfe bei einem Psychologen suchen wollen, sind allerdings unsicher, ob dies der richtige Weg ist. Ich habe Angst, dass er sich dadurch hintergangen fühlt und sich noch weiter auch von uns distanziert.
Es ist nicht möglich, das Thema bei ihm anzusprechen, da er total abblockt und sogar den Raum bzw. das Haus verlässt, wenn man versucht mit ihm darüber zu reden.

Daher nun meine Fragen:

Gibt es Tipps, wie man am Besten an ihn herankommt?
Sollen wir zu einem Psychologen gehen? Wenn ja, dann mit ihm oder ohne ihm? Bzw. sollte man ihm von der Idee erzählen oder blockt er dann nur noch mehr ab?

Ich bin für ALLE Tipps und Hinweise dankbar!!!
Christian Geinitz
Hallo Antje,
ja, ich verstehe, dass sie sich Sorgen machen um den Bruder und es ist natürlich sehr schwierig, wenn er jedes Gespräch abblockt. Sind Sie älter oder jünger als er? Und wie verstehen Sie sich prinzipiell mit ihm? Haben Sie früher mit ihm sprechen können (bevor er sich so zurückgezogen hat)?
Haben Sie schon einmal versucht, ihm zu schreiben? Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, an ihn wieder heranzukommen, wenn Sie ihm einen ausführlicheren Brief (oder E-Mail; aber keine SMS) schreiben. Dann würde ich ihm schreiben, dass Sie sich ernsthaft Gedanken und Sorgen um ihn machen. Machen Sie ihm aber auf keinen Fall Vorwürfe, sondern äußern Sie nur ihre Wünsche, was ihn angeht (dass Sie ihn mögen, dass Sie ihn gern treffen würden - vielleicht in einem Café -, dass Sie einfach gern mit ihm sprechen würden, dass sie vielleicht irgendetwas gemeinsam machen könnten). Ich glaube, es ist wichtig, dass er Vertrauen gewinnt und nicht befürchten muss, dass Sie ihn evtl. "nerven" könnten. Außerdem ist es meines Erachtens wichtig, dass sich erst nur e i n e Person an ihn wendet (also nur Sie, Ihre Mutter oder Ihr Vater), da er sich sonst evtl. "überrumpelt" fühlen kann. Versuchen Sie ihm klar zu machen, dass Sie das Bedürfnis haben, dass es ihm gut geht und überlegen Sie gemeinsam mit ihm (oder wenn zunächst kein Gespräch zustande kommt, schreiben Sie im Brief Ihre überlegungen), was ihm gut tun könnte, wie er wieder aktiver werden könnte, versuchen Sie ihm zu zeigen, welche Ressourcen und Potentiale er Ihrer Meinung nach hat .
Ich würde als Erstes versuchen, mit solch einem gut überlegten Brief an ihn heranzukommen.
Hat er überhaupt keinen Freund mehr, der mit ihm mal sprechen könnte? Oder eine andere Person, die er bewundert oder wenigstens akzeptiert (Großeltern, Tante, Onkel)?
Für Sie und Ihre Eltern wäre es evtl. richtig, einen Psychologen (psychologischen Berater) aufzusuchen, damit Sie besprechen, wie Sie mit der unguten Situation umgehen können - also das wäre dann etwas für Sie und nicht direkt für den Bruder. Für ihn wäre eine Psychotherapie vielleicht auch nötig, aber dazu müsste er sich letztlich selbst durchringen und das wird er im Moment wohl eher nicht wollen. Wichtig ist, dass Sie und Ihre Eltern Kraft schöpfen, um dem Bruder dann vielleicht in kleinen Schritten helfen zu können. Aber haben Sie Geduld!
Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie wieder guten Kontakt zu Ihrem Bruder bekommen. Selbstverständlich können Sie sich gern wieder an mich wenden, evtl auch telefonisch (meine Nr. ist 124), um noch Fragen zu erörtern.
Beste Grüße
Christian Geinitz

Ihr(e) Berater(in)

Christian Geinitz

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