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Meine Eltern sagen, ich sei eine Versagerin und machen mich nur runter

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 01.02.16

Ursprungsanfrage
Hallo,
ich weiß einfach nicht mehr weiter und leider hab ich auch niemanden, mit dem ich reden kann. Meine Eltern machen mich andauernd runter. Ich habe gerade mein Abitur beendet und es ist leider ziemlich schlecht ausgefallen. Meine Eltern meckern jetzt auch noch an mir rum, dass ich keinen Ferienjob habe und gerade einfach nicht viel mache, außer zu meinem Freund gehen. Sie sagen, ich bin eine Versagerin und aus mir wird nichts werden. In einem Monat ziehe ich endlich aus und beginne ein FSJ. Das Ganze geht schon so seit ich klein bin, ab und zu werde ich auch geschlagen. Ich habe mich schon oft gewehrt, aber es geht immer so weiter. Besonders bei meinem Stiefvater habe ich das Gefühl, dass er mich hasst, weil er mich jeden Tag anschreit wegen Kleinigkeiten. Ich kann einfach nicht mehr, habe mich schon mehrmals versucht deswegen umzubringen und mich schon oft selbst verletzt. Eine Zeit lang war ich magersüchtig, im Moment merke ich wieder, wie ich mein Essverhalten kontrolliere. Ich hab die letzten Monate schon versucht einen Termin bei einem Psychologen zu bekommen, aber selbst zu den Sprechzeiten geht dort niemand ans Telefon. Zusätzlich habe ich noch eine heftige Krise mit meinem Freund. Ich hab ziemlich viel Mist gebaut und habe damit sein Vertrauen zu mir zerstört, trotzdem gab er uns vorgestern noch eine Chance und ich will diese wirklich nutzen, da wie schon 2 Jahre zusammen sind und ich ihn über alles liebe. Aber ich bin so eifersüchtig, weil er, als wir nicht zusammen waren, andauernd mit anderen geschlafen hat. Er hat eine Sexsucht, sagt er und ich will ihm jetzt unbedingt helfen, weil er meint dass er das nicht kontrollieren kann und es sein kann, dass er, auch wenn wir zusammen sind, mit anderen schläft. Ich hab panische Angst davor und die ganzen Male, wo er mit anderen geschlafen hat, als wir nicht zusammen waren, machen mich schon sehr fertig. Ich weiß aber nicht, wie ich ihm helfen kann. Ich weiß, dass das ein langer Text mit einer Millionen Problemen ist, aber ich habe das alles jetzt seit Monaten/Jahren für mich behalten und dabei kam eine Menge zusammen..
Marion Lampert-Gruber
Hallo, vielen Dank für deine Anfrage und dein Vertrauen!

Wer das Abitur bestanden hat, von zu Hause auszieht und ein FSJ macht, ist für mich kein Versager. Allerdings habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass Eltern nur schlecht damit umgehen können, wenn Jugendliche nach dem Abitur nur zu Hause rum hängen. Hinter dem Gemecker stehen ganz oft Sorgen um die Zukunft. Außerdem macht die fehlende Struktur von außen den Eltern Probleme. Sie meinen nun mehr Druck ausüben zu müssen und vergessen dabei, dass die Zeit ohne Termine und Verpflichtungen ganz wichtig ist. Bei dir scheint das jedoch noch eine viel tiefere Ursache zu haben und ich finde es gut, dass du dir psychologische Hilfe holen willst.

Wenn du bisher keinen Termin bei einem Psychologen bekommen hast, dann könnte die Ambulanz eines psychiatrischen Zentrums für dich eine Anlaufstelle sein. Dort kann man zumindest ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren. Ansonsten kannst du auch beim Jugendamt deine Situation schildern und um Unterstützung bitten. Vielleicht gibt es eine Mädchengruppe zum Thema Essstörung oder ähnliches. In Krankenhäusern bekommst du Informationen zu Selbsthilfegruppen. Auch wenn eine solche Gruppe nicht für dich in Frage kommt, gibt es dort Ansprechpartner, die vielleicht noch Ideen haben. Schließlich wirst du im FSJ neue Erfahrungen machen und daran wachsen. Das erscheint mir eine sehr gute Perspektive für dich.

Was deinen Freund angeht, sehe ich mehrere Ansatzpunkte. Zum einen sollte er mit seinem scheinbar unkontrollierbaren Sexualbedürfnis zu einem Arzt gehen. Manchmal ist das tatsächlich ein hormonelles Problem und medizinisch beeinflussbar. Zum Thema Eifersucht findest du hier auf unserer Seite ein eigenes Kapitel. Schau doch mal, ob du dich darin erkennen kannst. Es ist für mich auf Grund deiner Historie gut nachvollziehbar, dass du solche Verlustängste entwickelst. Da erscheint es mir auch nicht gerade hilfreich, wenn dein Freund dir vermittelt, er würde weiterhin fremd gehen. Vielleicht kannst du mir noch schildern, welchen Mist du gebaut hast, so dass sein Vertrauen so in Mitleidenschaft geraten ist. Im Moment kann ich nicht richtig einschätzen, was da tatsächlich bei euch los ist.

Ich hoffe, ich konnte dir schon ein paar hilfreiche Anregungen geben. Du kannst dich hier gerne weiter mit mir austauschen, wenn du meine begleitende Beratung möchtest. Ansonsten wünsche ich dir für deine Zukunft alles Gute!

Herzliche Grüße
Marion Lampert-Gruber

Ihr(e) Berater(in)

Marion Lampert-Gruber

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