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Mein Mann (Vater von unseren zwei Kindern) hat mich mit seiner Arbeitskollegin betrogen

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 08.02.16

Ursprungsanfrage
Hallo ich heiße Nadine bin 33 Jahre alt habe 2 Kinder (3 und 4 Jahre alt). Mein Mann hat mich vor 1,5 Jahren mit einer Arbeitskollegin, die 11 Jahre älter ist, als er, betrogen und arbeitet immer noch da. Er hatte mir gesagt, dass er keinen Kontakt mehr zu der Frau hat. Bis ich rausbekommen habe, dass er ihr genau 1 Jahr später ein Lied per Mail geschickt hat (du bist die Liebe meines Lebens), angeblich war die Mail an mich bestimmt. Dann hat er seit Januar auf der Arbeit ein Projekt mit ihr geleitet, ohne mir ein Ton davon zu erzählen. Hat sehr oft mit ihr telefoniert, sich sogar einen Rat vor ihr eingeholt, über eine Bewerbung, die er intern geschrieben hat. Ich habe ein sehr großes Problem ihm zu glauben, dass er keinen Kontakt mehr hat. Ihm hat der Kontakt zu ihr auch nichts ausgemacht, aber er wusste ja doch, wie er mich damit verletzt. Anstatt er das Projekt nicht annimmt. Mein Mann tut auch alles vor mir verheimlichen. Handy privat wie Arbeit, Emailadresse usw. sind für mich tabu. Er schleppt seine Handys den ganzen Tag in der Hosentasche mit sich rum. Will es mir auch nicht mal zeigen, um mir zu beweisen das er die Frau nicht mehr kontaktiert. Wie kann man denn Vertrauen wieder aufbauen? Weil so langsam macht mich sein Verhalten wirklich traurig und verrückt.
Vielen Dank für Ihre Antwort
Nadine
Anne Sievers
Hallo Nadine,
ich kann Ihr Misstrauen gut verstehen. Heimlichkeiten und Tabus tragen nicht zu einer vertrauensvollen Partnerschaft bei. Wie ist denn sonst das Verhältnis zu Ihrem Mann, bzw. wie war es sonst? Hat alles gestimmt oder gab es auch vorher Probleme?
Eine Ehe kann normalerweise aushalten, wenn eine Beziehung am Arbeitsplatz bestanden hat und sie ist wirklich beendet. Dazu müssten sie beide dazu völlig offen damit umgehen, darüber reden können, damit das Vertrauen wieder da ist. Dieses Vertrauen in Ihren Mann hätten Sie ja gerne verständlicherweise.
Verletzungen sollte man immer ernst nehmen, sonst geht gar nichts mehr. Das sollte Ihr Mann respektieren.
Nehmen Sie sich und Ihre Gefühle ernst.
Gerne können Sie mir wieder schreiben.
Herzliche Grüße
Anne
Ratsuchende(r)
Wir haben 4 Jahre eine Fernbeziehung geführt. Ich wollte zu ihm nach Hamburg ziehen, aber das wollte er nicht. Ich bin dann zu ihm in den Heimatort gezogen, habe mir dort neue Arbeit gesucht und versucht Freunde zu finden, was mit Schichtdienst als Krankenschwester nicht sehr einfach ist. Nach 2,5 Jahren Beziehung kam unsere erste Tochter zur Welt und er war auch in der Schwangerschaft schon sehr bemüht, ist zu fast allen Untersuchungen mitgekommen nach der Geburt. Ich kann nicht sagen, ihn hat die kleine nicht interessiert, aber geholfen hat er mir trotzdem nicht. Weder Haushalt noch Kind. Dann kam das zweite Kind und ab da stand ich komplett alleine. Er hat sich aus allem rausgehalten. Jetzt, nachdem er mich betrogen hat, hat er mir des Öfteren schon vorgeworfen, dass er ja erst 23 war und ich ihm sein Leben versaut hätte. Das tut sehr weh. So 8 Monate bevor er mich betrogen hatte, hat er auch immer wieder gesagt, dass er auch weg will, bis den nächsten Morgen um 6 und tun und lassen will, was er meint, was richtig ist. Das ist aber mit zwei kleinen Kids nicht mehr so machbar. Um Babysitter habe auch immer nur ich mich gekümmert. Verletztende Sprüche kamen und kommen auch jetzt noch im Streit, dass ich nur sein Geld ausgebe und ja selbst wenig mit Heim bringe, er hier der Hauptverdiener ist usw..... Ich gehe im Moment nicht arbeiten, aus noch dazu gesundheitlichen Problemen, aber seit dem die Kleine eins ist, war ich zwischenzeitlich sogar eine 3/4 Stelle arbeiten, mit viel Nachtdienst und Haushalt und zwei Kinder und sein Genörgel. Er fühlte sich immer vernachlässigt, hat aber auch nie mal versucht, uns Freiraum zu schaffen. Irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr, immer und immer wieder auf ihn zuzugehen. Er war sehr aggressiv und ich hatte eine Zeit Angst vor ihm, dass ich nachts nicht schlafen konnte, weil ich nicht wusste, was er mit mir oder den Kids macht. Auch jetzt hat er einfach immer noch nicht verstanden, dass er mir sehr weh getan hat und es ja nicht nur meine Aufgabe ist, was zu ändern. Er sagt, er will sich ändern. Vorallem auch die Arbeit wechseln (das belastet mich sehr), was er aber seit 1,5 Jahren nicht tut. Ich frage mich dann halt, warum ist ihm das alles egal? Bin ich ihm egal? Irgendwie eine Situation, die sehr anstrengend ist und sehr unzufrieden, wenn man eigentlich auch mit einer Wand reden könnte.

Ich frag mich halt, was kann ich überhaupt noch von meiner Seite aus tun oder hat das alles keinen Sinn mehr? Wenn, wie könnte ich die Trennung für meine Kinder so einfach wie möglich machen oder wie geht man so was an? Ich bin gesundheitlich sehr eingeschränkt und weiß auch gar nicht, wann ich wieder arbeiten gehen kann. Das heißt, dass ich da auch kein Einkommen habe. Also, außer Krankengeld.bekommt man als alleinerziehende Mama Unterstützung? Auch irgendwie was den Alltag betrifft? Weil, wenn ich wieder in so einem Schub bin, bin ich froh, wenn mein Mann da ist, auch wenn er sich nicht mit den Kids beschäftigt, aber es ist dann jemand da.
Mit freundlichen Grüßen
Anne Sievers
Hallo Nadine,
ich finde, Sie haben schon sehr viel ausgehalten. Was Sie noch tun können? Nicht mehr aushalten. In so einer lieblosen Atmosphäre werden Sie nicht glücklich. Natürlich könnten Sie gemeinsam eine Eheberatung aufsuchen, aber wenn Ihr Mann nur "mitgeschleppt" werden muss, und nicht selber für die Beziehung kämpft, sehe ich da keine Hoffnung.
Wenn Sie sich trennen, wird es am Anfang sicher nicht leicht, aber Sie müssen keine Demütigungen mehr ertragen, können Ihr Leben ganz anders gestalten.
Welche Hilfen Sie bekommen, sollten Sie beim Sozialamt erfragen.Das wird ja sehr individuell geregelt. Wenn Sie gesundheitlich eingeschränkt sind, gibt es evtl. auch noch Unterstützung, vielleicht finanzieller Art. Aber dann könnten Sie sich evtl. für manche Tage eine Hilfe leisten.
Ihren Kindern könnten Sie erklären, dass es für Sie einfacher wäre, wenn Sie sich trennen. Und möglichst neutral über Ihren Mann sprechen. Nach Möglichkeit auch ein Besuchsrecht einräumen.
Das ist sicher kein leichter Schritt, aber Sie sind noch jung. Es kann noch viel Schönes passieren.

Ich wünsche Ihnen alles Gute
Anne
Ratsuchende(r)
Vielen lieben Dank für Ihre ehrliche Meinung und die nette Betreuung. Sie haben mir die Augen geöffnet.
Mit freundlichen Grüßen
Nadine
Anne Sievers
Herzlichen Dank für Ihr freundliches Feedback. Es ist, als hätte heute morgen ein Engel meine Seele gestreift. : )
Wenn Sie mal wieder das Bedürfnis haben, können Sie mir gerne schreiben.

Eine gute Zeit!
Anne

Ihr(e) Berater(in)

Anne Sievers

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