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Ich überlege, meinen Mann mit unserer kleinen Tochter zu verlassen

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 02.02.16

Ursprungsanfrage
Hallo, liebes Sorgentelefon-Team,
Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, schon lange kreisen meine Gedanken immer wieder darum, meinen Mann zu verlassen. Wir haben eine dreijährige Tochter, die wir beide abgöttisch lieben, aber irgendwie haben wir zwei uns aus den Augen verloren. Wir sind jetzt seit zehn Jahren zusammen und drei Jahre davon verheiratet. Im Grunde genommen liebe ich meinen Mann auch, auf die eine oder andere Art und Weise. Aber es fällt mir immer schwerer über seine Eigenarten hinweg zu schauen. Im Alltag sind es so viele Dinge, die mich an ihm stören, dass ich das Gefühl habe, überhaupt nicht mehr gerne mit ihm zusammen zu sein. Ich weiß zwar auch, dass ich meine Fehler habe, doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass ohne ihn alles besser wäre. Abgesehen natürlich von der finanziellen Lage. Ich hab schon oft versucht mit ihm darüber zu sprechen, aber er meint immer, für ihn ist alles in Ordnung und er sei glücklich. Jedoch verstehe ich nicht, warum er dann immer so genervt ist. Sobald wir sprechen, streiten wir, egal, um welches Thema es sich dreht. Auch habe ich manchmal das Gefühl, er unterstützt mich überhaupt nicht. Auch anderen fällt auf, dass wir Probleme haben, seine Eltern und meiner verstehen viele Dinge nicht, so, wie wir miteinander umgehen, irgendwie ist der Respekt überhaupt nicht mehr vorhanden. Zärtlichkeiten werden nicht mehr ausgetauscht und Bemühungen von seiner Seite kommen überhaupt nicht. Auch unsere Tochter kommt oft zu kurz, weil er immer sein Handy in der Hand hat. Was für mich das Schlimmste überhaupt ist. Ich verstehe, dass er einen harten Job hat und lange Arbeitszeiten. Doch ist es normal, dass er nur seine Ruhe haben will. Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Ich hab das Gefühl, es hält mich nur die Sicherheit bei ihm. Denn jetzt kann ich zu Hause bleiben und mich um meine Tochter kümmern, sollten wir uns trennen, müsste ich natürlich arbeiten gehen, ich könnte unsere Maus nicht um zwölf abholen und mit ihr den Tag verbringen. Ich will die nächsten Jahre einfach nicht so weiterleben. Eine Ehe hab ich mir nie so vorgestellt, dass nicht alles perfekt ist, weiß ich, perfekt gibt es nichts. Aber ab wann merkt man, dass man besser gehen sollte? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, zu gehen? Und wie stellt man das an? Im Prinzip hab ich doch nichts, wenn ich gehe, außer mein Kind . Mein größtes Problem ist eigentlich, dass ich, egal, was ich sage, immer auf taube Ohren stoße, wenn ich ihm sage, ich möchte die Trennung (was ich auch oft schon mal so im Streit gesagt habe und es nicht ernst meinte), aber jetzt wenigstens wirklich ernst meine, wenn ich von Eheberatung spreche und von ich kann nicht mehr, da kommt keine Reaktion. Ab und zu mal blöde Sätze, wie, dann geh doch, mach doch, wenn du meinst. Oder wieder nur sein Handy in der Hand und hört überhaupt nicht zu. Wir leben eigentlich nur noch nebeneinander her, die Dinge, die wir zusammen machen, drehen sich mehr um das Kind, als Paar finde ich zumindest, dass wir nicht mehr existieren. Keiner kann mir so richtig einen Rat geben, wie geht es weiter? Mit meinen Eltern hab ich schon so viel darüber gesprochen. Aber so richtig was raten, können Sie mir natürlich auch nicht. Das Problem ist, ich würde gerne eine kleine Auszeit nehmen, dass er für eine Weile zum Freund geht und ich für mich herausfinden kann, was ich möchte und was nicht, aber ich glaube, dazu werde ich ihn nicht bekommen. Vielleicht steigere ich mich auch nur da rein, ich weiß mittlerweile nicht mehr, was richtig und falsch ist.
Was ich aber weiß, ist, es kann so nicht mehr weitergehen. Denn irgendwann bekommt unsere Tochter mehr mit, als jetzt. Sicher merkt sie jetzt schon, dass zwischen uns nicht immer alles so toll läuft. Aber oft denke ich besser im guten auseinander gehen, wie im schlechten, was ist, wenn man sich nicht mehr sehen kann und sich immer streitet? Immerhin gibt es da noch ein kleines Kind. Und ich würde lieber meinen Mann ins Gesicht lachen, wenn er unsere gemeinsame Tochter abholt, wie ihn Hass erfüllt anzuschauen. Ich habe so viel, was mich da dran beschäftigt, dass ich das Gefühl habe zu ertrinken. Auch habe ich das Gefühl, als hätte ich in mir einen Schrei, der einfach hinaus möchte. Ich hoffe, ihr könnt mir irgend einen Rat geben. Vielleicht auch Tipps, wie es für mich finanziell weitergehen könnte. Auch wenn wenn es egoistisch klingt, aber ich muss mich ja auch absichern, um für meine Tochter zu sorgen.

Ich hoffe, man konnte mir folgen, ich habe sowas noch nie gemacht und bin normalerweise auch gar nicht der Typ dafür, aber ich bin mit meinem Latein einfach am Ende .

Vielen Dank fürs Zuhören / Lesen
Mit freundlichen Grüßen einer verzweifelten Ehefrau und Mami
Anne Sievers
Hallo liebe Ratsuchende,
Sie sind seit zehn Jahren zusammen, eine lange Zeit. Und wenn nicht Sie Beide kontinuierlich an der Beziehung arbeiten, von Anfang an, kann alles aus dem Ruder laufen. Wie gut, dass Sie merken, dass es so nicht mehr läuft und nicht einfach die Augen verschließen.
Sie schreiben, irgendwie lieben Sie Ihren Mann noch... Das ist schon mal sehr wichtig. Trotzdem kann es so auf keinen Fall weitergehen. Ihr Mann muss endlich begreifen, dass er was tun muss für die Beziehung.
Eine Auszeit würde meiner Meinung nach die Probleme nur verschieben.
Ganz wichtig ist der gegenseitige Respekt voreinander. Außerdem das tägliche miteinander reden, um dem Anderen nahe zu sein. Und ohne Zärtlichkeiten kann keine gute Beziehung überleben.
Sie sollten noch einmal mit Ihrem Mann reden, möglichst ruhig die Tatsachen ansprechen, und ihn fragen, ob er bereit ist, für seine Familie zu kämpfen. Ich möchte Ihnen dringend zu einer Paarberatung raten.
Falls Ihr Mann sich weigert, würde ich in jedem Fall zu einer psychologischen Beratung gehen, die gibt es fast in jeder Stadt kostenlos. Dort können Sie Ihr Gefühlschaos ordnen und gemeinsam mit der Beraterin überlegen, wie es weitergehen soll.
Wegen der finanziellen Lage, falls es zu einer Trennung kommen sollte, würde ich mich bei einem Rechtsanwalt erkundigen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute
Anne Sievers

Ihr(e) Berater(in)

Anne Sievers

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