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Ich habe ein Alkoholproblem und brauche Hilfe

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 12.01.16

Ursprungsanfrage

Hallo,

ich habe seit einer ganzen Weile folgendes Problem:

Beruflich bin ich regelmäßig auf Reise, eine Woche bin ich im Homeoffice und eine Woche beim Kunden vor Ort. Wenn ich mein zu Hause für eine Woche verlasse, dann entsteht am ersten Abend eine große Leere in mir und dann versuche ich es mit Alkohol zu füllen. Fast immer wird es so extrem, dass ich mich nicht mehr an alles erinnere. Früher war es sehr schlimm, dann, etwa ein halbes Jahr, ging es sehr gut. In diesem halben Jahr kam es vielleicht ein oder zweimal vor. Nun, seit etwa 2 Monaten ist wieder sehr schlimm, da kommt es quasi jedes Mal, wenn ich unterwegs bin vor. Meine Frau bekommt es am nächsten Tag anhand meiner Stimme mit. Und dann tue ich etwas, dass mich noch mehr verzweifeln läßt, dass mich quasi zerreist. Ich lüge meine Frau an, behaupte, dass es nicht stimmt, dass sie es sich einbildet. Mir ist zum Weinen, wenn ich es tue, aber ich weiß mir in dem Moment nicht anders zu helfen. Es ist so schlimm. Insbesondere wenn ich merke, wie verzweifelt und verletzt meine Frau dann ist.

Es passiert immer nur am ersten Tag, bzw. Abend. Ich weiß, dass es alles zerstört. Mich, meine Frau, früher oder später auch meinen Job (denn am nächsten Tag habe ich natürlich eine starke Fahne, teilweise trinke ich dann am nächsten Tag, nicht Abend, nochmal etwas nach). Ansonsten trinke ich wenig Alkohol, maximal 1-2 Gläser Wein pro Woche zum Essen, aber das ist eigentlich die Ausnahme.

Wenn ich losfahre, nehme ich mir immer vor, dass es heute auf keinen Fall passieren darf. Ich will es nicht. Aber dann endet der erste Abend doch wieder genauso.

Ich weiß mir keinen Rat mehr. Ich will es ändern, ich ertrage es einfach nicht mehr. Aber ich weiß nicht, wie ich es ändern kann.

Bitte geben Sie mir einen Rat, bitte zeigen Sie mir einen Weg, wie ich dieses Problem lösen kann. Ich hoffe, Sie können mir helfen.



Vielen Dank.

Gruß O.
Anne Sievers
Hallo,
Ihre Zeilen klingen sehr nach einem Suchtproblem, auch wenn es nur sporadisch auftritt. Der erste Schritt wäre, dieses Problem offen zu machen, vor allem vor Ihrer Frau. Zeigen Sie ihr Ihre Verzweiflung. Sie müsste sie verstehen.
Jetzt gibt es evtl. 2 Möglichkeiten, wieder davon loszukommen. Sie wissen um den Auslöser, nämlich das Alleinsein am ersten Abend außer Haus. Könnten Sie diese Situation umgehen? Z.B. Ihre Frau mitnehmen (klingt abenteuerlich, ich weiß, ist auch sicher ein Kostenpunkt). Oder könnten Sie nur im Homeoffice arbeiten?
Die zweite Möglichkeit wäre, eine Gruppe aufzusuchen, die Ihnen die Kraft gibt, nicht mehr zum Alkohol zu greifen. Wichtig ist, dass Sie akzeptieren, ein Alkoholproblem zu haben.
Außerdem sollten Sie eine psychologische Beratung aufsuchen, um das psychische Problem, was hinter dieser Sucht steckt, anzugehen. Ihr Hausarzt hat sicher eine gute Adresse.
Ich bin sehr zuversichtlich, was Ihre Heilung betrifft, da Sie normalerweise wenig bzw. sehr kontrolliert trinken.
Alles Gute von Anne
Ratsuchende(r)
Hallo,
vielen Dank für die Antwort. Ich habe auch gleich zwei Ratschläge umgesetzt. Zum einen habe ich mich bei einem Psychologen gemeldet und mit ihm eine Psychotherapie vereinbart. Das war schon mal hilfreich, hoffe ich.
Zum anderen habe ich ganz offen mit meiner Frau gesprochen. Das war jetzt nicht so erfolgreich. Leider war kein Verständnis vorhanden, nicht einmal im Ansatz. Da werde ich warten müssen, wie es sich entwickelt.
Aber vielen Dank für die Hilfestellung. Die hat mir in meiner Verzweiflung geholfen. Es war gut, dieses Problem einzugestehen und mit einem Profi zu reden, anstatt zu versuchen, es zu vertuschen und versuchen, es selber zu lösen. Das klappt nicht.

Vielen Dank für alles.

Gruß
O.
Anne Sievers
Hallo, O.
Wie lieb von Ihnen, dass Sie mir ein Feedback geben.
Schade, dass Ihre Frau Sie nicht versteht. Sie sollte sich mal informieren, was eine Alkoholsucht ist. So hilft sie Ihnen nicht, sondern macht alles noch schlimmer.
Es freut mich sehr, dass Sie gleich zur Tat geschritten sind. Herzlichen Dank für Ihre Zeilen.
Viele Grüße von Anne

Ihr(e) Berater(in)

Anne Sievers

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