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Ich bin ganz alleine und brauche jemanden zum Reden

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 22.02.16

Ursprungsanfrage
Nun mehrere Versuche etwas zu bewältigen, etwas auf die Reihe zu bekommen, ob raus gehen oder sich draußen dem Geschehen der Welt zu zuweisen, sie wahr zu nehmen, fallen mir schwer. Da es weder aus eigenen Antrieb, noch durch sich dazu zu überwinden, ich es nicht fertig bringe, verstehe ich selber nicht. Ob es Angst, Furcht vor etwas ist, bleibt dahin gestellt.
Da ich ziemlich eigen bin und zwar im Grunde nach Hilfe suche, doch der Entschluss es umzusetzen, meist an Widersprüchen scheitert, bleibt mir vieles versagt.
Ich werde zwar betreut durch einen Bund des betreuten Wohnens, doch diese Kommen nur zweimal die Woche, um zu sehen, ob soweit alles ok ist. Natürlich gehen wir raus, etwas Kaffee trinken oder auch schon mal einkaufen, doch die erfüllende Form ist es nicht. Ich selber würde gerne, doch bringe ich es nicht fertig und habe ständig irgend welche Gegenargumente anderen gegenüber. Ob ich es wirklich selber will, ich weiß es nicht, mehre Versuche durch einen Psychologen oder Therapeuten zu etwas anderen zu gelangen, scheiterten in den Anfängen.
Ich bin gesundheitlich ein Wrack, da ich nur eine halbe Lunge habe und zu 60% schwerst behindert bin mit einem G. im Ausweis, dass bedeute nicht mal hundert Schritte und es tritt Atemnot auf. Ein chronisches Asthma sowie Unlust in vielen.
Oft fühle ich mich sogar missverstanden bzw. weiß nicht, was oder wie ich Schritte umsetzen soll.
Mein Hausarzt kennt meine Problematik und auch durch ihn vermittelte psychiatrische Behandlungen scheiterten an dem Einvernehmen meines ichs.
Der Ansatz etwas zu bereden, ohne gleich zu erwarten, dass jemand es versteht, ist ein weiteres Faktum meines Ichs. Man glaubt, Freunde zu haben, doch sind diese keine, denn wahre Freunde wären für den anderen da, egal, was der gerade durchmacht. Kinder hatte ich, doch die haben kein Interesse an dem älter werdenden Vater. Meine Frau ist schon 2002 verstorben, einen Trennungsschmerz gab es nicht, da wir geschieden waren.
Ob sie mir helfen können, aus dem Gefangen sein des Ichs auszubrechen und wie bleibt offen, gehen sie davon aus, dass ich bereits vieles versucht habe, und ich es nur kurz aushielt. Ich verzweifle zu schnell und glaube, dass man wem zur Seite bedarf, um zurecht zu kommen. Mit Ü-60 sicher nicht leicht, Bitte kommen Sie mir entgegen und versuchen Sie zu verstehen, ohne irgend welche Dinge, wie Internetsuche, VHS besuchen oder auch Senioretreffs wahrzunehmen, ich bekomme es nicht auf die Reihe, versage somit im Ansatz in fast allen versuchen.
Anne Sievers
Hallo,
sind Sie schon lange gesundheitlich so eingeschränkt, oder kennen Sie auch ein Leben, ohne diese Behinderung? Es ist schon durch Ihre eingeschränkte Gesundheit sicher nicht leicht, die Dinge zu tun, die Sie gerne tun würden.
Welche Gedanken haben Sie, wenn Sie das, was Sie gerne tun würden, dann doch nicht tun, wie z.B. Kaffee trinken gehen?
Was haben Sie für Interessen, was davon ließe sich verwirklichen, wenn... ja, wenn Sie, wie Sie schreiben, dann nicht Gegenargumente anführen?
Ihre widersprüchlichen Gedanken würde ich gerne näher kennen lernen. Vielleicht haben Sie Beispiele dafür?
Ich würde mich über Ihre Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Anne Sievers
Ratsuchende(r)
Würde gerne vieles tun, auch gerne Kaffee trinken gehen, doch dann fragt man sich, mit wem? Allein traut man sich nicht, aufgrund der Luftnot, Lungen OP und eingeschränkter Bewegung.
Es bringt mir so wenig, etwas zu planen und dann nicht allein umsetzen zu können.
Natürlich habe ich gewisse Hobbies mal gehabt, doch aufgrund der finanziellen Situation und deren Ausgaben für Gesundheit, sind diese passé.
Ich sitze gerne am PC, doch hier lernt man keine Menschen kennen, raus traue ich mich allein eher selten und wenn jemand dabei ist, den mann kennt, ist es schon ok.
Nun ja, ich habe im Grunde an allem was auszusetzen, man ist mit dem, wie es ist, nicht zufrieden .
Anne Sievers
Ich verstehe gut, dass Sie gerne mal Kaffee trinken möchten, eine andere Umgebung sehen, mit anderen Menschen sich unterhalten. Ich weiß, Sie haben schon Vieles versucht und wollen keine Ratschläge dieser Art. Aber um Ihren Alltag interessanter zu machen, bleibt nur die Möglichkeit, etwas zu ändern und positiv an die Dinge heranzugehen. Sie tun es für sich: Es gibt Menschen, die sich ehrenamtlich um z. B. Kranke kümmern. Vielleicht könnten Sie eine Anzeige aufsetzen, um so eine Person zu finden, die vielleicht einmal die Woche was mit Ihnen unternimmt.
Besser wäre natürlich, Sie hätten öfter jemanden an Ihrer Seite. Das ist wahrscheinlich finanziell nicht machbar.
Eine andere Möglichkeit wäre es vielleicht, sich regelmäßig immer abwechselnd bei Bekannten zu treffen, z. B. zum Karten spielen oder einen Film anschauen oder ...
Wissen Ihre Kinder wirklich, wie es Ihnen geht?
Sie sind den Menschen gegenüber sehr skeptisch eingestellt, und das hat sicher auch seinen Grund. Vielleicht mögen Sie mir mehr über Ihr vergangenes Leben erzählen?
Ratsuchende(r)
Danke für ihre Antwort:
Nun ja, ich hatte versucht, jemanden zu bekommen, der mir etwas unter die Arme greift, doch war nach fast einem Jahr und der finanziellen Hilfe durch den LWV das Ende da, weil ich nicht mehr zurecht gekommen bin. Mir wurde es zu viel und ich bin bis heute nicht direkt dazu bereit, etwas zu verändern, außer ich merke selber, dass es was bringt. Die Dame kam von einem Verein und wurde über den LWV bezahlt. Sie war sowas wie eine Assistenz.
Leider ist seit dem zwar viel Wasser dem Rhein runter gelaufen, doch geblieben sind deshalb doch die Sorgen.

Auch mehre andere Versuche, durch die Betreuer des IB Betreutes Wohnen, waren die Erfolgschancen darin nicht effektiv.
Sicher habe ich seit dem wohl auch einiges erreicht, doch es wiegt das andere wieder weg. Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol seit 2008 mehr, bin dabei abzunehmen, was auch nicht einfach ist und es schon mehrere JOJO Effekte gab. Ja, es wäre schon sehr zum Vorteil, dass ich wen haben könnte, der ab und an mal vorbei schaut, doch ich bin leider sehr eigen in der Wahl derer, die solches tun könnten. Verstehen Sie? Leider ist es so, dass meine Finanzen gerade mal so zum Leben reichen, ansonsten würde ich jemanden haben. Und ich weiß auch nicht, ob der LWV erneut Zusagen geben würde, zur Finanziellen Unterstützung, Verstehen Sie? Ich bin bereits müde, weil Erfolge seit Längerem aus bleiben.
Nun, Bekannte oder nahe Verwandte habe ich leider keine, nicht mal Freunde, die Zeit haben könnten, um nach dem Rechten zu sehen. Ich lebe allein in einer 30qm Mietwohnung im 6 Stock Ich stelle mich eben oft an, als wäre ich ein Kleinkind, das an die Hand genommen werden möchte, um etwas zu erleben, verstehen sie?

Zu den Kindern, ja, sie lehnen es ab wissen zu wollen, wie es mir geht, mit den Worten, ich solle aufhören, rum zumeckern. Ihnen würde es auch nicht besser gehen und ich sei ja zum Teil selbst mit dran schuld. Ja, sicher habe ich wohl eine Mitschuld daran zu tragen. Doch sind es gentechnisch oder auch wohl die Knochenstruktur, wie X-Beine sowie geistige bzw. nicht volle Schulbildung, wie sie es kennen, sie waren in einer Sonderschule wegen Lernschwäche. All dies sind Nachteile, wie, ich hätte mich nie um Ihre Mutter gekümmert, als die nach Zerfall der Ex-DDR krank wurde.
Ich habe davon erst sehr spät erfahren und sie hatte nie was gesagt oder auch geäußert in Telefonaten, damals dass sie Hilfe bedarf vor ihrem Ableben 2002, wir waren geschieden und jeder lebte in einem anderen Staat bzw. Land. Da ich wegen Missbrauch eingesessen hatte von 1991 bis 1995, erklärt sich wohl auch der Zustand der Kinder zum Vater und wohl auch anderes darin.

Klar, bin ich skeptisch eingestellt, denn was will mir ein junger Mensch erzählen oder was nutzt es mir, wenn andere in Ihrem Leben prahlen und aufschneiden mit Sachen, die ich hinter mir habe. Ich wurde als Ostdeutscher in einem Land erzogen, da gab es das heutige nicht.
Anne Sievers
Danke für Ihre Offenheit.
Im ersten Brief schreiben Sie von einem " gefangen sein im Ich". Ja mir kommt es auch so vor, als würden Sie sich selber im Wege stehen.
Ihr nicht gerade einfaches Leben hat Sie natürlich geprägt. Die Welt heute ist schnelllebig, der Fortschritt ist rasant, materielle Werte scheinen alleine wichtig zu sein.
Aber es gibt auch noch genug andere Menschen, die es nicht einfach haben, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen.
Sie schreiben "was nutzt es mir, wenn andere prahlen und aufschneiden". Sicher nichts, aber vielleicht sollten Sie von dem Ansatz "was nutzt es mir" Abstand nehmen. Statt dessen könnten Sie sich fragen, warum hat dieser junge Mensch es nötig, so aufzuschneiden . Vielleicht ist bei ihm auch nicht alles so toll, wie es sich anhört. Vielleicht kann ich mir mal anhören, wie sein Leben aussieht.
An diesem Beispiel möchte ich Ihnen nur zeigen, dass Sie leichter mit Menschen klar kommen, wenn Sie eine andere Sichtweise einnehmen. Das ist sicher nicht einfach, aber Sie haben schon einiges geschafft wie sich das Rauchen und Trinken abzugewöhnen.
Einen Versuch wäre es doch wert?
Ratsuchende(r)
Nun ja, sicher ist es was wert, dieses aus einer anderen Sicht zu sehen und es so vielleicht zu verstehen.

Doch was mache ich dagegen, dass ich mich einsam fühle und dass ich jemanden brauche zum Reden?
Ratsuchende(r)
Werte Frau Anne Sievers,

ein anderer Fakt ist, dass ich seit Jahren in einer Art Exil lebe, ich mehr und mehr davon abging, mich unter den Mensch zu bewegen, es liegt wohl daran, dass ich es nicht fertig gebracht habe, meine sogenannte Offenheit jedem Preis zu geben.
Ich bin nicht der Meinung, dass ich krankhaft bin, denn ein Psychologe sagte 2012: So, wie ich über meine Vergangenheit rede und auch die Sichtweise zu dem, was damal passierte, habe ich es schon verarbeitet und mich damit auseinander gesetzt.

Nun gut, es gibt Themen, die lassen mich nachts nicht abschalten, es auszublenden, um innerliche Ruhe zu finden. Der Versuch, es über autogenes Training abzuschalten, gelang mir auch nicht, auch nicht dass gewisse Innerliche zu finden, wie die Japaner oder waren es Chinesen tun.

Ich bekomme es nicht hin und ich mache mir wohl ungewollt eine Form von Stress, weil diese Ruhe fehlt.
Früher hatte ich Magenprobleme. Heute leide ich am entsprechenden Nachrtshlaf.
Was kann ich tun, um es zu verändern?
Anne Sievers
Guten Abend,
ich verstehe, dass Sie durch Ihre Vergangenheit sehr geprägt sind und dadurch einsam geworden sind. Auch Ihre quälenden Gedanken über die Vorkommnisse in der heutigen Welt kann ich gut nachvollziehen.
Um Ihrer Einsamkeit zu entkommen, bleibt nur selber etwas zu unternehmen. Evtl. könnte ein Pfarrer Ihnen noch helfen, jemanden zu finden, wenn Sie ihn denn fragen würden.
Wegen Ihrer Schlaflosigkeit könnten Sie evtl. mal einen Heilpraktiker aufsuchen, das ist zwar nicht ganz billig, aber vielleicht würde ein einmaliger Besuch ja ausreichen.
Zum kostenlosen Reden gibt es natürlich noch die Telefonseelsorge, aber da braucht man etwas Geduld, bis die Leitung frei ist.
Alles Gute
Anne Sievers
Ratsuchende(r)
Hallo und danke.

Nun, die Idee mit einem Heilpraktiker ist ok , doch Sie sagen ja, es könnte teuer werden. Nun, dass mit dem Pfarrer habe ich angesprochen, doch hier ist nicht gesagt, dass jemand sich meldet. Telefonische Seelsorge hatte ich auch. Doch es wird mir wenig nutzen, immer und immer wieder zu erzählen. Ok, zuhören tun sie, doch ja, helfen tut es wenig.
Nun, Sie sehen, habe einiges versucht, doch Zufriedenheit weniger...
Ratsuchende(r)
Ein weiteres Erlebnis, das mich etwas unklar macht, heute rief der Hausmeister an und fragte, ob ich noch lebe, weil angeblich einen anderen irgendwas störte wie Geruch, der sehr arg wohl seien musste, aber nicht von mir aus ging.
Nun, ich weiß nicht, was ich davon halten soll, es interessiert sonst auch keinen, was mit dem Nachbarn ist und nur, weil es etwas streng roch, wird gleich der Hausmeister aktiv. Ok, begreife dies zwar, doch verstehe es nicht weshalb.
Und sehen Sie, es ist nachts 3:00. andere ruhen noch und ich sitze hier, kontaktiere Sie. Auch sowas ist nicht verstehbar.
Anne Sievers
Sie sind natürlich sehr einsam und haben wahrscheinlich auch keine festen Zeiten, was z. B. die Mahlzeiten angeht oder andere Gewohnheiten. Aber gerade das würde Ihnen gut tun, einen fest strukturierten Tag zu haben.
Gut wäre es einerseits auch für Sie, in einer Wohngemeinschaft zu leben. Andererseits müssten Sie dann mit den anderen Menschen klar kommen, was Ihnen wohl nicht ganz leicht fällt.
Vielleicht können Sie das eine oder andere von unserem Dialog umsetzen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.
Anne Sievers

Ihr(e) Berater(in)

Anne Sievers

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