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Die Tochter meines Freundes kommt mit ihrer Mutter nicht klar und macht nur Probleme

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 25.01.16

Ursprungsanfrage
Schönen guten Abend,
ich bin 21 Jahre, habe mit meinem Freund (33) eine Tochter (1 Jahr und 6 Monate).Er hat aus erster Ehe noch 2 Kinder, das Mädchen ist 8 der Junge ist 11. Wir haben zur Zeit mit seiner Tochter sehr starke Probleme, weil es Ihre Mutter leider nicht einsieht, zum Psychologen zu gehen, frage ich hier mal nach und schildere mein Problem. Die Kleine, also, seine Tochter, hat sich in der Schule verschlechtert, zeigt aggressives Verhalten anderen Mitschülern gegenüber und hat schon viele beleidigt, aufs Schlimmste, bis die weinten.
Bei ihrer Mutter zuhause gibt es die üblichen Streitereien mit dem Bruder. Gegenüber ihrer Mutter hat sie kein Respekt mehr, schon gar nicht vor ihrem neuen Freund, der Ägypter ist. Die Mutter hat den Kindern noch nicht gesagt, dass sie mit ihm schon verheiratet ist. Was ich finde, sie die Sache noch schlimmer macht. Die Kleine hat eine zeitlang immer gesagt, sie will nicht mehr nach Hause, sie will da nicht mehr wohnen, sie will zu uns, was die Sache noch kompliziert macht. Mein Freund ist Lkw fahren und die ganze Woche nicht da.
Letztes Wochenende ist sie oft laut geworden, ausgeflippt, hat mich und ihren Papa angeschrien, weil es nicht nach ihrer Nase geht, wir wissen nicht mehr, was wir machen sollen, unsere ganz Kleine bekommt das auch mit und das macht der Kleinen auch zu schaffen.
Sie hörte nicht mehr zu, wenn wir ihr was erklären, sie will nur noch alles, ärgert die kleine ständig, obwohl sie sie gut angenommen haben, als Geschwisterchen. Bei jeder Kleinigkeit steigert sie sich so dolle rein, dass sie es dann mit Absicht macht, wie gesagt, wir wissen uns nicht mehr zu helfen, was wir machen können, wenn die eigene Mutter nix macht.
Liebe Grüsse
Christian Geinitz
Guten Tag Alexa,

Sie haben mit der kleinen Achtjährigen ein Problem, was in solchen Situationen immer mal wieder vorkommen kann. Die Ursprungsfamilie der Kleinen ist zerbrochen und damit kann sie nur sehr schlecht umgehen, es ist verwirrend und schlimm für sie; deshalb reagiert sie so; sie kann sich nicht anders helfen. In dieser Situation braucht sie (wie auch ihr Bruder) sehr viel Zuwendung und Liebe. Sie sollten sie nicht bestrafen, wenn sie sich aggressiv verhält, sondern immer wieder belohnen, wenn sie sich mal gut verhält (das ist sehr wichtig). Zeigen Sie sich eher traurig, wenn sie sich schlecht verhält.
Das Verhalten des Kindes kann geändert werden, braucht aber viel Geduld. Hat die leibliche Mutter das Sorgerecht? Kann sie in dem Fall nicht von irgendjemanden (ihrem jetzigen Mann, von Ihnen, ihren Exmann oder einer Freundin) überzeugt werden, dass das Kind (evtl. auch beide) eine Kinderpsychotherapie brauchen, damit sich ihr Verhalten verändert und es auch nicht längerfristige Verhaltensstörungen beibehält. Solch eine Trennung kann für ein Kind wie eine Art Trauma sein und deswegen ist professionelle Hilfe wichtig. Vielleicht gehen Sie auch einmal zu einer Stelle wie z.B. pro familia und sprechen das Problem dort an, auch was die rechtliche Situation angeht. Wenn das Sorgerecht sowohl leibl. Mutter als auch leibl. Vater haben, dann könnte der Vater dafür sorgen, dass das Kind eine Kinderpsychotherapie erhält. Notfalls müsste einmal mit dem Jugendamt geredet werden.
Es ist für Sie eine schwierige Situation; aber nehmen Sie die Achtjährige, aber auch ihren Bruder, immer mal in den Arm, spielen Sie mit ihr (ihnen), lassen Sie sie merken, dass Sie sie akzeptieren und mögen und wie gesagt, loben Sie sie, wenn sie sich mal gut verhält. Versuchen Sie auch - was für Sie sicher nicht leicht ist - vor den Kindern Ihres Mannes, Ihr leibliches Kind nicht zu bevorzugen, und erklären Sie den älteren Kindern, dass ein so kleines Kind natürlich noch viel Zuwendung benötigt, vielleicht regen Sie auch ein bisschen die "mütterlichen" Gefühle der Achtjährigen an, indem Sie ihr kleine Aufgaben für die ganz Kleine zu erteilen versuchen (dem Jungen auch).
Ich hoffe, Ihnen ein paar brauchbare Tipps gegeben zu haben. Gern können Sie mir bei weiteren Fragen wieder schreiben oder mich auch über das Sorgentelefon anrufen (meine Nr. ist 124) - mündlich ist manches direkter zu erörtern.
Beste Grüße
Christian Geinitz
Ratsuchende(r)
Erstmal vielen lieben Dank für die tollen Tipps.
Ich bin auch ein Scheidungskind und weiß auch, wie sie sich fühlt, mir hat sie auch schon viel anvertraut, aber seit Neuesten kommt keiner mehr an sie ran. Wir sitzen auch viel zusammen auf dem Balkon und malen und reden, der Junge sitzt bei meinem Freund auf dem Schoß und die Kleine bei mir .
Wir haben, wie gesagt, der Mutter klar gemacht, dass wir was ändern müssen, also, Familienberatung oder Kinderdpsychologen. Die Eltern haben beide das Sorgerecht.
Ich hatte mit ihr auch mal ein Blatt genommen, wo sie und ich mal aufmalen oder schreiben sollten, was wir blöd finden und was wir gut finden. Das hat sie auch gut angenommen und hat auch gemalt und geschrieben, dass sie den neuen Freund nicht mag, ihre Mama und ihren Bruder .
und das hat uns Sorgen gemacht, sie ruft oft an, dass sie da nicht mehr wohnen will. Wir haben Angst, dass sie abrutscht. Ich meine, sie ist sehr temperamentvoll, aber sie muss auch wissen, wo die Grenze ist.
Lieben Gruss,
Alexandra
Christian Geinitz
Hallo Alexandra,

ich finde es prima, was Sie schon alles mit der Kleinen machen. Dass sie schreibt, ihren Bruder nicht zu mögen, kann auch eine Laune sein, die zwischen Geschwistern auftreten. Ich denke, da können Sie noch am ehesten etwas ändern, indem Sie mit beiden Kindern spielen und dem Bruder vermitteln, dass er manchmal vielleicht etwas Rücksicht auf seine jüngere Schwester nehmen muss. Fragen Sie auch die Schwester mal, warum sie ihren Bruder nicht mag. Vielleicht kommt dann wirklich nur heraus, dass er sie geärgert hat. Wenn Sie ins Gespräch mit der Kleinen kommen und sie irgendetwas sagt, was Ihnen Sorgen macht, am besten immer nachfragen, damit die Kleine konkret sagen kann, warum sie dieses oder jenes Gefühl hat. Sind die beiden Kinder Ihres Freundes mehr bei Ihnen oder bei der leiblichen Mutter? Versuchen Sie, immer wenn sie bei Ihnen sind, gut und liebevoll auf sie einzuwirken und haben Sie viel Geduld; und binden Sie Ihr eigenes Kind auch mit ein (siehe letztes Schreiben), damit sich nach und nach die beiden älteren Kinder in einer guten Familie aufgehoben fühlen können. Wichtig ist auch, dass Sie und Ihr Freund nie über die leibliche Mutter schlecht sprechen - im Gegenteil -, damit die Achtjährige ihre schlechten Gefühle zu ihr abbauen kann. Wenn es nicht anders geht, d.h. die Kinder ihren "Hauptwohnsitz" nicht an einer Stelle (zB. bei Ihnen) haben, sollten Sie versuchen, Ihnen zu vermitteln, dass sie sowohl bei ihrer alten Mutter als auch bei Ihnen zuhause sind (und dass dies evtl. auch Vorteile haben kann). Besser wäre, wenn Sie hauptsächlich bei Ihnen wären (müssten aber auch den Jungen fragen). Und bitte nicht die Geschwister auch noch trennen! Ich denke, dass sich die beiden wieder annähern und dann ist es wichtig, dass auch Bruder und Schwester gegenseitig "Ansprechpartner" sind.
Ich wünsche Ihnen, dass sich alles zum Guten entwickelt. Melden Sie sich ruhig wieder, wenn Ihnen danach ist.
Besste Grüße
Christian Geinitz

Ihr(e) Berater(in)

Christian Geinitz

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