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besoffener Freund haut meinen Kopf gegen die Wand - warum kann ich nicht gehen?

aus unserer kostenlosen, öffentlichen Beratung
veröffentlicht am 04.08.15

Ursprungsanfrage
Ich weiß nicht was mit mir los ist. Ich fange mal einfach von vorne an. Ich bin 37 und habe seit 14 Jahren Multiple Sklerose. Mal gut, mal weniger gut. Ich wurde vor knapp 5 Jahren in die Rente gezwungen da ich einen schlimmen schub hatte. Somit kann ich nur noch auf 450 Euro arbeiten. Nach meiner letzten Trennund im Mai 2013 war ich 1,5 Jahre Single da ich sehr entäuscht war. Ich hatte einen Termin für die bevorstehenede Hochzeit und musste dann feststellen dass ich diesen Mann mit einre anderen Frau teilen muss, wozu ich nicht bereit war. Ich bin erst zu meiner Schwester nach Südtirol gezogen weil ich alles hinter mir lassen wollte. Dort habe ich 7 Monate gewohnt nachdem ich aber dort nur arbeiten musste um zu überleben und ich dort auch nicht die für mich wichtigen Medikamente bekam, musste ich mich entschließen nach Deutschland zurück zu gehen. Ich bin dann mit freuden in eine WG gezogen da ich ja auch keine Möbel hatte und es für mich die günstigigste alternative war.ich habe dort dann sechs Monaten gewohnt .hab dann als ich im Juni auf einem rock Event nach Südtirol gefahren bin Andy kennen gelernt.das war am anfang sehr schwer da wir eine fernbeziehung geführt hatten und uns immer nur alle paar Wochen getroffen haben und das meist erst nur übers Wochenende.somit konnten wir uns nicht wirklich richtig kennen lernen im August bin ich dann für eine Woche zu ihm geffahren.dann noch eine Woche zu meiner schwester nach Südtirol und noch eine Woche zu ihm.dort ist mir immer wieder aufgefallen das in seinem Freundeskreis sehr viel Alkohol getruneken wurde.im September haben wir darüber gesprochen das ich doch auch zu ihm ziehen könnte.ich muss sagen er hat vor mir seine Beziehung nach zehn jahren im janunar beendet. angeblich ich sie mit einem anderen fremd gegangen.ich dachte nur was für eine dumme kuh so ein toller mann.als ich im Oktober nochmal hin bin . sind wir dann auf ein Oktoberfest wo er im betrunkenen zustand sehr ausfallend und agressiev wurde.er hat mich vor allen sehr verbal angegriffen.hat mich dann nach hause geschickt obwohl dort kein taxi stand und ich überhaupt nicht wusste wo ich bin.ich bin dann mit seinem bruder nach hause gefahren.er kam allerdingst erst den nächsten tag.beziehungsweise sollte ich ihn abholen, was ich dann auch gemacht habe.keine Ahnung warum.ich bin dann trotzdem im November zu ihm gezogen. das heisst meinen Job aufgegenb mein leben einfach alles. 700 km Distanz.am ersten tag musste ich feststellen das er einer anderen schreibt was ja nicht weiter schlimm ist dachte ich. nur als er eingeschlafen ist musste ich genauer schauen.da stand in der Nachricht das er eine andere frau die er im August auf einem jungesellen abschied kennen gelernt hatte auf der Fortbildung die er im Dezember hatte wohl treffen will .und in den Nachrichten stand das sie so hübsch ist und all solche dinge und der abend im August so schön war. als ich ihn darauf angesprochen habe ist er kompllett ausgeflippt.es wäre nichts gewesen ausser ein kuss meinte er nach einer gewissen zeit.nur was für ein kuss weiss ich bis heute nicht.er will nie über etwas reden und schweigt grundsätzlich alles Tod.und wenn man etwas anspricht ist er immer sehr laut und böse.ich habe versucht mit alle dem klar zu kommen.was mich immer wieder eingeholt hatte.dann waren wir im August auf einer feier von seinen freunden in einem Restaurant 25 km von zuhause weg.alle sehr betrunken. er hat dann mitten in der nacht schlimm streit mit mir dort bekommen was wieder alle mit bekommen haben.er wollte mich sogar dort stehen lassen. ich flehe ihn dann immer an das er mich doch bitte mitnimmt.wir sind dann Gott sei dank zusammen nach hause.aber darüber reden war nicht möglich auch nicht den nächsten tag.als die silvester Party ins haus stand war es geplant das meine schwester mit ihrem freund mit dem sie jetzt in Hannover wohnt zu uns zu kommen.die tage waren noch recht harmonisch. Aber immer wenn er etwas getrunken hatte wurde er sehr angespannt und unfreundlich. An silvester sind wir dann auf eine Party wo all seine freunde und bekannten waren .er kommt ursprünglich aus einem dort. somit waren dann dort 50 leute.so gegen halt eins wurde er wieder sehr aggressiev und ausfallend und er ist auch nie in meiner nähe wenn er was getrunken hat . meine schwester ist dann zu ihm und meinte das er doch auch mal zu mir kommen soll.er wurde sehr aggesiev ihr gegenüber.und später dann auch mir gegenüber.ich bin dann irgendwann total entäuscht nach hause gelaufen was fünf km weg ist. es hat ihn nicht interessiert .meine schwester und ihr freund kamen kurze zeit später nach.er allerdings war nicht zu erreichen und kam erst am abend gegen 18 Uhr total betrunken nach hause. den nächsten tag bin ich dann 4 tage zu meiner schwester nach Hannover für vier tage.auch da kam keine reuhe. Nun kommt das schlimmste .vorletzten sonntag haben wir bei einem Fastnachtsumzug in Cottbus mitgemacht er war gegen vier schon total besoffen. Er wusste noch nicht mal wie wir danach in das zelt gekommen sind um weiter zu feiern. Ich stand dann dort mehr oder minder die meiste Zeit alleine da. Wie so oft.es tut dann immer so weh.warum ist ein mensch so.er ist dann am abend eine stunde vor mir heim da ich nicht mit ihm mit wollte. Er war sehr streitsüchtig und ich hatte angst vor ihm.ich bin geben neun dann nach hause gekommen. Wo es dann zum Wortgefecht kam ich kann nicht mehr genau sagen was passiert ist da ich nur noch Bruchstücke weiss.wir müssen uns wohl angegriffen haben .das einzigste was ich noch weiss ist das er mein kinn nahm und meinen Kopf voll gegen die wand geknallt hat.danach wurde schlecht und er ist gegangen.ich musste mich erst übergeben und bin dannn in ohmmacht gefallen.meine schwester hat gemerkt das etwas nicht stimmt und hat versucht mich mehrfach anzurufen.der nachbar kam auch runter und hat geklopft erst da kam ich wieder zu mir. Ich muss allso eine halbe stunde weg gewesen sein.in der zeit hat sie aber schon den Rettungswagen gerufen. Der kam und gesehen hat das die Wohnung verwüstet war.er sass im Auto und hat gesehen der Rettungswagen kam und mich mitgenommen hat.auch sie vom Rettungsdienst haben gefragt ob er das ist. allerdings hat er gesagt er hätte es nicht mitbekommen.ich war drei tage im Krankenhaus mittelschwere Gehirnerschütterung verdacht auf eine gebrochene Hand und mehrere blaue flecke. von reuhe keine spur von ihm. die im Krankenhaus hatten das ohne das ich etwas gesagt hatte als häusliche gewalt aufgenommen.jeder hat mir zu einer anzeige geraten . aber ich kann das nicht .er meint ich wäre auch sehr aggressiv und grantig zu ihm gewesen.da ich aber fast 2,5 stunden nichts mehr weiß kann ich das nicht sagen.allerdingst bin ich nicht so von meiner art. Da er mir nie wirklich zeigt das er mich liebt und mich auch nicht zum lachen bringen kann. weiss ich nicht warum ich immer noch da bin. er meinte gestern er versucht nichts mehr zu trinken. aber er kann mir nicht versprechen das das nicht nochmal passiert.ich bin immer noch krank geschrieben wegen schwindle und starken Kopfschmerzen.jeder fragt mich warum ich immer noch da bin. ich weiss es nicht warum ich mich nicht traue zu gehen.deswegen habe ich mich nun an sie gewandt ob sie mir evtl erklaren können warum ich so doof bin un immer noch hier bin.
Marion Lampert-Gruber
Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Vertrauen!

Das ist ein wirklich schwieriges Thema, das Sie hier ansprechen. Häusliche Gewalt in der Partnerschaft beginnt oft harmlos. Die Probleme zeigen sich zu Beginn nicht so offensichtlich oder werden beiseite geschoben. Man will doch endlich mal wieder sorglos und glücklich verliebt sein!Und ein Partner, der zu Unterdrückung neigt, kann anfangs durchaus sehr charmant sein - solange kein Alkohol im Spiel ist.

In meiner Praxis bin ich schon vielen Frauen in Ihrem Alter begegnet, die sich genau die gleiche Frage stellen, wie Sie im Moment: Warum bin ich nicht schon früher gegangen, warum bleibe ich, warum bin ich so doof?

Sie sind nicht doof! Sie haben sehr viel durch gemacht in Ihrem Leben. Enttäuschungen, Abwertungen, Einsamkeit, Krankheit - und Sie sind immer wieder aufgestanden. Sie sind eine wirklich tapfere Frau! Aber in all den Jahren ist Ihnen Ihre Selbstachtung verloren gegangen. Und die brauchen Sie jetzt dringend, um den Mut zu entwickeln, diese Beziehung zu verlassen.

Schauen Sie bitte in den Spiegel: Sie sind es wert, glücklich zu sein und gut behandelt zu werden. Angst macht auf die Dauer klein und abhängig. Ihr Freund ist tatsächlich ehrlich mit Ihnen. Er kann und will Ihnen nichts versprechen. Nehmen Sie das ernst, bevor es zu spät ist!

Unter der Nummer: 08000/ 116 016 gibt es ein Hilfetelefon für Frauen. Und ich bin auch gerne bereit, hier Schritt für Schritt mit Ihnen zu gehen und Sie zu unterstützen. Sie dürfen unsere Hilfe jederzeit in Anspruch nehmen!

Herzliche Grüße
Marion Lampert-Gruber
Ratsuchende(r)
Lieben dank für die Nachricht die sie mir gestern geschickt haben ich bin überaus froh darüber das man mich versteht denn aus seiner Familie steht jeder hinter ihm. Ich liebe ihn sehr aber das letzte was passiert ist will mir einfach nicht aus dem Kopf.Ich bin mir auch nicht sicher ob ich ihn Anzeige da ich nicht weiss ob er schon eine vorstrafe hat und somit wurde ich ihm die ganze Zukunft verbauen.
LG Alexandra
Marion Lampert-Gruber
Hallo Alexandra, schön von Ihnen zu lesen!

Aus meiner Sicht geht es im Moment weniger um seine Zukunft, als um Ihre. Er sagt, er versucht nichts mehr zu trinken. Das wird ohne professionelle Hilfe nicht funktionieren. Wenn er hier einen ersten Schritt machen würde, sich Hilfe zu holen, mit Ihnen zusammen. Nicht irgendwann, sondern jetzt, dann hätten Sie zumindest eine Chance. Ansonsten kann ich Ihnen nur dringend raten, Ihre Sachen zu packen und zu gehen, solange es im Moment ruhig ist. Aus der Erfahrung anderer Frauen kann ich Ihnen leider nur berichten, dass es immer schlimmer wird. Und eines Tages flüchten Sie direkt nach einem Vorfall, mit nichts als Ihrer Handtasche und sehen Ihre Sachen nicht wieder. Weil Sie dann schon total verängstigt sind und sich nicht mehr ins Haus trauen. Und Ihre Sachen vielleicht längst entsorgt wurden.

Mit räumlichem Abstand können Sie dann immer noch in Ruhe darüber nachdenken, ob Sie ihn anzeigen wollen. Aber sorgen Sie jetzt bitte für Ihre Sicherheit! Wer könnte Sie denn heute vor Ort dabei unterstützen? Sie können auch direkt die Hilfenummer in Anspruch nehmen, die ich Ihnen genannt habe. Dort kennt man sich mit solchen Konflikten aus.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen so wenig Hoffnung machen kann. Und ich ahne, wie schwer der Gedanke wiegt, im Anschluss wieder alleine zu sein. Doch wenn Sie aus Angst vor Einsamkeit in einer solchen Partnerschaft bleiben, dann werden Sie immer wieder Abhängigkeit und Unterdrückung erfahren.

Wir sind hier, wenn Sie uns brauchen! Gerne können wir auch kurzfristig einen Telefontermin miteinander ausmachen. Bitte lassen Sie mich wissen, wie Sie weiter vorgehen möchten.

Herzliche Grüße
Marion Lampert-Gruber



Ratsuchende(r)
Lieben dank für ihre Nachricht.
Ich habe mich heute morgen hin gesetzt und ihm einen ganz lieben Abschiedsbrief geschrieben.
Er hat sich auch dafür bedankt und gemeint das er über eine Lösung nach denkt.Ich bin seit 16 Uhr bei meiner Schwester Nähe Hannover was 400 km entfernt ist.
LG alexandra
Marion Lampert-Gruber
Liebe Alexandra,

ich bin sehr froh darüber, wie Sie das für sich gelöst haben! Sie haben für sich gesorgt und auch Ihrem Partner einen wichtigen Denkanstoß gegeben. Sicher gibt es jetzt viel zu regeln in Ihrem Leben. Und gesundheitlich sollten Sie sich auch erst einmal richtig erholen. Aber auf lange Sicht möchte ich Sie schon heute ermutigen, sich über Ihren Hausarzt um eine psychologische Unterstützung zu bemühen. Gerade als MS-Patientin wäre es wichtig, diese traumatische Erfahrung gut zu verarbeiten. Auch hierbei stehe ich Ihnen mit meiner Erfahrung gerne zur Verfügung. Melden Sie sich, wenn Sie Fragen haben oder Zweifel hegen. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Herzliche Grüße
Marion Lampert-Gruber

Ihr(e) Berater(in)

Marion Lampert-Gruber

Tel. 09001 - 445 401 092 (1,79 € / Min. (mobil höher)); Der kostenfreien Ansage folgen, bei Aufforderung die Berater-Nummer 118 eingeben.

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